Gabriel kritisiert Merkels Syrien-Diplomatie
(dts) - SPD-Chef Sigmar Gabriel hat das Verhalten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Syrien-Krise kritisiert. "Die angeblich mächtigste Frau der Welt hat in St. Petersburg nicht einmal ein Gespräch mit Russlands Präsidenten geführt", sagte Gabriel dem Nachrichten-Magazin "Der Spiegel". Deshalb habe sie "mit Guido Westerwelle einen Totalausfall der deutschen Außenpolitik zu verantworten". Am Freitag hatte Merkel auf dem G-20-Gipfel in St. Petersburg als einzige Europäerin nicht für eine Syrien-Resolution der USA und weiterer westlicher Verbündeter gestimmt. Am Samstag erklärte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) allerdings, dass sich Deutschland der Syrien-Erklärung von St. Petersburg nachträglich anschließen wolle. Mit der Erklärung hatten sich zehn Staaten hinter den Kurs von US-Präsident Barack Obama in der Syrien-Frage gestellt und eine "starke internationale Antwort" auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz nahe Damaskus gefordert. Deutschland habe mit der Unterzeichnung zunächst abwarten wollen, bis die Europäische Union eine gemeinsame Position gefunden habe, sagte Westerwelle am Samstag beim Treffen der EU-Außenminister in Vilnius.
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 08.09.2013 - 12:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 940495
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Stadt:
Berlin
Telefon: 01805-998786-022
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Anmerkungen:
Dieser Fachartikel wurde bisher 149 mal aufgerufen.




