InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Bericht: Massive Zulassungsprobleme bei Transportflugzeug A400M

ID: 913126

(dts) - Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) steht offenbar ein neues Rüstungsdebakel ins Haus: Nach Recherchen des Nachrichten-Magazins "Der Spiegel" kämpft das Wehrressort mit massiven Problemen bei der Zulassung des Transportflugzeugs A400M. Grund dafür sind offenbar Fehler im Kaufvertrag für den Truppentransporter, der im Jahr 2003 von der rot-grünen Bundesregierung abgeschlossen wurde. Damals vereinbarte die Regierung mit dem Hersteller Airbus Military ein neues, europäisches Zulassungsverfahren für den Militärflieger, das mit den Vorschriften der Bundeswehr kaum vereinbar ist. Das offenbaren nun geheime Unterlagen, die dem Nachrichten-Magazin vorliegen. Um den damaligen Fehler zu korrigieren, plant de Maizière zunächst die Schaffung einer "virtuellen Luftfahrtbehörde" für die militärische Zulassung des Transportflugzeugs. Am Ende soll eine neue Behörde mit 400 zum Teil hochbezahlten Beamten entstehen. Allerdings kommt die Einrichtung der neuen Zulassungsbehörde nicht schnell genug voran. Dies stellt de Maizière vor Probleme, weil die ersten Serienmaschinen der A400M bald an die Bundeswehr ausgeliefert werden, sie aber ohne militärische Zulassung nicht fliegen dürfen. Das Verteidigungsministerium versucht sich deshalb mit einem Notkonstrukt zu behelfen: Im letzten Monat hat es nach "Spiegel"-Informationen beschlossen, die notwendigen Prüfungen für die Muster- und Stückzulassung an die spanische "Generaldirektion für Rüstung und Material" mit Sitz in Madrid zu delegieren. Vergangene Woche soll eine Delegation aus dem Wehrressort nach Spanien gereist sein, um mit der dortigen Behörde über deren Auditierung durch die Deutschen zu verhandeln, heißt es aus dem Wehrbeschaffungsamt in Koblenz. Das Verteidigungsministerium bestätigte "Überlegungen" für ein solches Vorhaben. Luftverkehrsrechtler halten es allerdings für bedenklich. "Das Verteidigungsministerium handelt hier ohne eine rechtliche Grundlage", sagte der Justitiar des Forums Militärische Luftfahrt, Hans-Joachim Ahnert. "Diese abenteuerliche Konstruktion bringt die Prüfer in rechtlich größte Gefahr." Das Bundesverteidigungsministerium bestreitet, dass beim Vertragsabschluss für die A400M Fehler gemacht wurden.



Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Bundesregierung holt afghanischen MAD-Informanten nach Deutschland Mitteldeutsche Zeitung: Sozialdemokratie
SPD-Chef Gabriel hält Linke für koalitionsfähig
Bereitgestellt von Benutzer: dts
Datum: 21.07.2013 - 12:41 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 913126
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Stadt:

Berlin


Telefon: 01805-998786-022

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 148 mal aufgerufen.



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.290
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 128


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.