Bahr will Masern-Impfregeln verschärfen
(dts) - Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) plant neue Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Masern. So prüfen seine Beamten, ob nichtgeimpfte Schüler bei einem Ausbruch der Erkrankung in ihrer Schule befristet vom Unterricht ausgeschlossen werden können, wie der "Spiegel" berichtet. Bisher gibt es diese Möglichkeit nur für erkrankte Kinder. Außerdem erwägt Bahr, die Gesundheitsämter zu verpflichten, künftig schon bei der Aufnahme eines Kindes in den Kindergarten den Impfstatus abzufragen. Derzeit geschieht dies zu Schulbeginn. Allerdings könnten beide Maßnahmen erst nach der Wahl vom Bundestag verabschiedet werden. Zudem fordert die Bundesärztekammer weitergehende Maßnahmen. "Aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht ist eine Impfpflicht das einzig Sinnvolle", sagt Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery. "Bei Masern handelt es sich um eine hoch ansteckende Erkrankung mit hohem Gefahrenpotential für die nichtgeimpfte Bevölkerung. Daher wäre es gut, wenn alle Kinder geimpft wären." Allerdings sei eine Impfpflicht in Deutschland gesellschaftspolitisch schwer durchzusetzen.
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 14.07.2013 - 10:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 908979
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Stadt:
Berlin
Telefon: 01805-998786-022
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Anmerkungen:
Dieser Fachartikel wurde bisher 133 mal aufgerufen.




