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Niedersachsen schließt Unterweser als Castor-Zwischenlager aus

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(dts) - Die vergebliche Suche nach Castor-Zwischenlagern bedroht zunehmend den Konsens zur Endlagersuche: Kurz vor einem Treffen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sämtliche Transporte nuklearer Abfälle in sein Bundesland kategorisch ausgeschlossen. "Niedersachsen hat jetzt seit zwanzig Jahren einen Großteil der Transporte für die ganze Bundesrepublik ausgehalten", sagte Weil der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe). Politisch, gesellschaftlich und auch finanziell habe das Land damit eine überproportionale Last getragen. Weitere Transporte von Castor-Behältern, etwa zum Zwischenlager beim Kernkraftwerk Unterweser, kämen nicht in Frage. Damit schwinden die Chancen, noch in dieser Legislaturperiode ein neues Verfahren für die Suche nach einem Atommüll-Endlager zu beschließen. Denn die ursprüngliche Abmachung zwischen Bund und Ländern sieht vor, dass keine weiteren Atommüll-Behälter mehr ins Zwischenlager Gorleben kommen sollen. Für die insgesamt 26 Castoren, die in den nächsten Jahren mit Resten aus der Wiederaufarbeitung von Brennstäben nach Deutschland zurückkehren, fanden sich bisher nur Stellplätze in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg; sie reichen aber nicht aus. Ohne eine verbindliche Regelung dieser Frage kippt jedoch der ganze Konsens. Auf Unterweser hatten sich zuletzt alle Hoffnungen des Bundesumweltministeriums gestützt. In einem internen Ranking hatte das Ministerium mögliche Standorte verglichen. Das Zwischenlager Unterweser rangierte wegen seiner Küstennähe ganz oben. Der nächste Hafen ist nur 14 Kilometer entfernt. Weil allerdings lehnt dieses Argument ab: Jahrzehntelang seien Castoren durch ganz Deutschland nach Gorleben gefahren worden, nun aber werde die Länge des Transportweges zum entscheidenden Kriterium. "Ich kann nicht akzeptieren, dass man die Begründung ändert, aber das Ergebnis bleibt dasselbe", sagte Weil, "nämlich: Es muss in Niedersachsen sein."



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Datum: 13.06.2013 - 01:00 Uhr
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Politik & Gesellschaft


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