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Zeitung: Deutschland muss noch mehr Atommüll zurücknehmen

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(dts) - Die Bundesrepublik muss einem Zeitungsbericht zufolge weitere 150 Behälter mit radioaktiv verstrahltem Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague zurücknehmen. Das bestätigte die für die Entsorgung des radioaktiven Materials zuständige "Gesellschaft für Nuklear-Service" (GNS), Betreiber des Zwischenlagers Gorleben, der "Welt". Dabei handelt es sich vor allem um mittelstark strahlendes Material aus den Brennelementen deutscher Atomkraftwerke, das unter dem Begriff "CSDC-Abfälle" zusammengefasst wird. Der Rücktransport dieses Atommülls soll frühestens Mitte des kommenden Jahrzehnts beginnen, die dafür benötigten Transport- und Lagerbehälter würden derzeit konstruiert, sagte ein GNS-Sprecher auf Anfrage. Zur vorübergehenden Unterbringung sei derzeit das Zwischenlager Ahaus vorgesehen. Darüber hinaus erwartet die GNS noch 21 Castor-Behälter mit stark strahlendem Material aus einer britischen Wiederaufbereitungsanlage und fünf Castor-Behälter mit mittelstark strahlendem Material aus La Hague. Diese 26 Transportbehälter sollen frühestens 2015 nach Deutschland transportiert werden. Sie sollten ursprünglich in Gorleben zwischengelagert werden. Nach dem Kompromiss über ein neues Endlagersuch-Gesetz, der weitere Atommüll-Transporte nach Gorleben ausschließt, ist die Zwischenlager-Frage mittlerweile wieder ungeklärt. An diesem Mittwoch will Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) mit den Gesellschaftern der GNS und den Vorstandsvorsitzenden der vier großen Energieversorger über das weitere Vorgehen beraten. Altmaier hatte nach Gesprächen mit den Bundesländern für eine Unterbringung in den Zwischenlagern Brunsbüttel (Schleswig-Holstein), Unterweser (Niedersachsen) und Philipsburg (Baden-Württemberg) plädiert. Die Konzerne Vattenfall, RWE, EnBW und Eon hatten Anfang April mit großer Verwunderung den Kompromiss über ein neues Endlagersuch-Gesetz zur Kenntnis genommen. Der darin vorgesehene Stopp aller Castor-Transporte nach Gorleben widerspricht den bisherigen Vereinbarungen mit den Energiekonzernen.



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Bereitgestellt von Benutzer: dts
Datum: 23.04.2013 - 15:28 Uhr
Sprache: Deutsch
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Politik & Gesellschaft


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