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Gesundheitsministerium kündigt nach Transplantationsskandal Konsequenzen an

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(dts) - Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat nach dem Göttinger Transplantationsskandal scharfe Konsequenzen angekündigt. "Manipulationen müssen ausgeschlossen werden. Ich habe die Ärzteschaft aufgefordert, die Vorgänge aufzuklären und Lösungsvorschläge zu machen", sagte er der "Bild am Sonntag". "Für mich ist klar: Dieser Skandal muss sorgfältig aufgeklärt werden und zu Konsequenzen führen, nicht nur für die betroffenen Ärzte." Der FDP-Politiker betonte, sich auch künftig für Organspenden einsetzen zu wollen. "Wir müssen gemeinsam und schnell das Vertrauen in die Organspende wiederherstellen. Darauf können sich sowohl Menschen, die dringend auf ein Organ warten, als auch potenzielle Organspender verlassen." Bahr sagte weiter: "Meine Gedanken sind bei den 12.000 Menschen, die auf Wartelisten stehen, weil schon heute in jeder Woche 20 Menschen auf dieser Liste versterben. Der Mangel an Organspenden bleibt ein Problem. Deshalb werbe ich auch weiterhin für die Organspende." Der Minister sieht Organvergabe und -spende in Deutschland ausreichend reguliert. "Bei der Frage, ob jemand Organspender wird, haben wir klare und strenge Regeln. Zwei Ärzte müssen unabhängig voneinander den Hirntod feststellen. Es gibt auch klare Regeln bei der Vergabe eines Spenderorgans. Entscheidend sind Dringlichkeit und medizinische Notwendigkeit." Spekulationen nach den Vorgängen an der Uniklinik Regensburg, nach denen Spender Organe für zahlungskräftige aber nicht berechtigte Empfänger aus dem nicht-europäischen Ausland bereitstellen würden, trat Bahr entschieden entgegen. "Mit Eurotransplant gibt es einen Verbund von sieben Staaten, in dem auch Deutschland ist. Die gespendeten Organe werden in den Mitgliedstaaten nach strengen Kriterien verteilt. In seltenen Ausnahmefällen, können Menschen aus Ländern, die nicht dem Verbund angehören, in Deutschland ein Organ erhalten. Man muss aber auch sehen, dass die Zahl der Organe, die aus Staaten außerhalb des Verbunds nach Deutschland vermittelt werden, höher ist." Bahr sagte weiter: "Es ist nicht gut, hier Vorurteile zu schüren. Vielmehr werbe ich für Transparenz und Offenheit, damit ein solcher Verdacht gar nicht aufkommen kann."



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Bereitgestellt von Benutzer: dts
Datum: 27.07.2012 - 18:06 Uhr
Sprache: Deutsch
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Politik & Gesellschaft


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