InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Ärzteschaft entwickelt bis 2013 Konzept für künftige Kassenfinanzierung

Deutscher Ärztetag fordert Erhalt des dualen Krankenversicherungssystems

ID: 644222

(ots) - Nürnberg, 23.05.2012 - Die Ärzteschaft will sich
stärker in die Debatte über die künftige Finanzierung der
gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einschalten und hierzu
Forderungen an die Politik formulieren sowie ein eigenes
Finanzierungskonzept erarbeiten. Das hat der 115. Deutsche Ärztetag
in Nürnberg beschlossen. So wird die Bundesärztekammer in
Zusammenarbeit mit einem gesundheitsökonomischen Beirat einen
Forderungskatalog entwickeln und in den politischen
Meinungsbildungsprozess einbringen. Bis zum nächsten Deutschen
Ärztetag 2013 in Hannover soll dann ein tragfähiges
Finanzierungskonzept der Ärzteschaft vorliegen, das den Grundsätzen
der ärztlichen Freiberuflichkeit gerecht werden und die
Sicherstellung der Versorgung gewährleisten soll.

Die Delegierten des Ärztetages haben sich zudem mit großer
Mehrheit für den Erhalt des dualen Krankenversicherungssystems mit
gesetzlicher und privater Krankenversicherung (PKV) ausgesprochen.
"Beide Elemente haben ihre Berechtigung, ihre besonderen Stärken und
Herausforderungen", heißt es in einer Entschließung des Ärztetages.
Die Delegierten wiesen darauf hin, dass alle Patienten, gesetzlich
oder privat versichert, von der Existenz der privaten
Krankenversicherung profitierten. In der PKV würden die Erlaubnis-
und Verbotsvorbehalte der GKV bei Einführung neuer Techniken und
Behandlungsverfahren nicht gelten. Gesetzliche Kassen übernähmen
Innovationen dadurch schneller in ihren Leistungskatalog. Deshalb sei
es irreführend, wenn in der Öffentlichkeit das duale
Versicherungssystem aus GKV und PKV mit einer Zwei-Klassen-Medizin in
Verbindung gebracht werde.

"Erst die Abschaffung der privaten Vollkostenversicherung
zugunsten eines staatlich erzwungenen Einheitssystems würde in
Deutschland zu wirklicher Zwei-Klassen-Medizin führen." Dann könnten




nur noch Wohlhabende neben der staatlich verordneten
Einheitsversorgung Zusatzversicherungen abschließen, warnte der
Ärztetag.

Den Beschlüssen vorausgegangen war eine intensive Debatte des
Ärztetages mit den gesundheitspolitischen Sprechern von Union und
SPD, Jens Spahn und Prof. Karl Lauterbach, zur künftigen
Kassenfinanzierung. Eine Videozusammenfassung der Diskussion wird auf
der Internetseite der Bundesärztekammer eingestellt.



Pressekontakt:
Pressestelle der deutschen Ärzteschaft
Herbert-Lewin-Platz 1
10623 Berlin

Tel. 030-400456700
Fax. 030-400456707
presse(at)baek.de
www.baek.de

Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  MTV-Musikvideos und Xenakis-Festival am ZKM Mitteldeutsche Zeitung: Linke
Gallert hält an Bartsch als Kandidaten für den Parteivorsitz fest
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.05.2012 - 11:38 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 644222
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Berlin


Telefon:

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 91 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Ärzteschaft entwickelt bis 2013 Konzept für künftige Kassenfinanzierung

Deutscher Ärztetag fordert Erhalt des dualen Krankenversicherungssystems
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Bundesärztekammer (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von Bundesärztekammer



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.293
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 54


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.