Bundespräsidentschaftskandidatin Klarsfeld wird nicht angehört - Linke empört
(dts) - Bei der Linkspartei stößt die Weigerung der Regierungsfraktionen, ihre Präsidentschaftskandidatin Beate Klarsfeld anzuhören, auf Empörung. "Ich sehe keinen vernünftigen Grund für die Absage der Koalitionsfraktionen. Das sind wohl die Schatten der Vergangenheit", sagte die Vize-Vorsitzende Katja Kipping der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe). Die Kandidatur von Klarsfeld mache "die schwarzen Flecken in der Geschichte der Bundesrepublik sichtbar. Die Abwehrreflexe haben mit dem schlechten Gewissen zu tun." Die FDP habe den "Fall Achenbach" genauso wenig aufgearbeitet wie die CDU "den Fall Kiesinger und viele andere". In den siebziger Jahren hatte Klarsfeld die Verstrickung des FDP-Politikers Ernst Achenbach in den Holocaust aufgedeckt. 1968 hatte sie den damaligen Bundeskanzler und CDU-Politiker Kurt Georg Kiesinger wegen dessen NS-Vergangenheit geohrfeigt.
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Datum: 07.03.2012 - 01:00 Uhr
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