Ehre, wem Ehre gebührt: Auszeichnung herausragender Studierender bei der zentralen Preisverleihung
(LifePR) - Die Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG LU) ehrte am Mittwoch, 04.11.2026, im festlichen Rahmen herausragende Leistungen ihrer Studierender, ihrer Absolventinnen und Absolventen. Bei der zentralen Preisverleihung wurden durch den Förderverein der Hochschule die Preise für den besten Bachelor- und Masterabschluss sowie für die beste Bachelor- und Masterthesis vergeben, der Family Award und der sog.„Gender Award“ von der Abteilung Gleichstellung und der Preis für ehrenamtliches gesellschaftliches Engagement der Stipendienstiftung Rheinland-Pfalz. Den krönenden Abschluss bildete dann die Verleihung des Förderpreises der Familie Wagner. „Die Preisverleihungen sind immer eine besondere Freude, denn sie zeigen einmal mehr, welch engagierte und kluge Studierende wir haben“, sagte Hochschulpräsident Prof. Dr. Gunther Piller bei seiner Begrüßung. „Die Preisauslobung ist ein kleiner Beitrag des Fördervereins zum Bildungsauftrag der Hochschule und bei der Auswahl der Besten hatten wir die Qual der Wahl: alle Nominierten hätten den Preis verdient“, ergänzte Tatjana Kamrad, die Vorsitzende des Fördervereins.Auszeichnung der Besten durch den FördervereinDer Förderverein der Hochschule gab dann auch gleich den Auftakt der zentralen Preisverleihung: Als beste Bachelorabsolventin ihres Studienjahres wurde Lisa Tritsch, Alumna des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit geehrt, als bester Masterabsolvent Faruq Nanouche, Absolvent des Berufsintegrierenden Studium (BIS) BWL (MBA). „Lisa Tritsch, die heute in leitender Funktion in der Kinder- und Jugendhilfe arbeitet, ist eine der besten Studierenden, die ich jemals hatte; die Qualität ihrer Bachelorarbeit so besonders, dass ich ihr empfohlen habe, eine akademische Laufbahn zu ergreifen“, zitierte Laudator Prof. Dr. Andreas Rein die Worte von Tritschs Bachelorthesis-Betreuer Prof. Dr. Arnd Götzelmann. „Die Auszeichnung ehrt viel mehr als die reine Prüfungsleistung“, schloss sich Laudatorin Prof. Dr. Maja Tettenborn in Bezug auf Faruq Nanouche an. Mit seiner Begeisterung, Ausdauer, Neugier und einem klaren Ziel vor Augen sei er ein „hervorragendes Vorbild für aktuelle Studierende, so Tettenborn weiter in Richtung Nanouche, der zwischenzeitlich selbst nebenberuflich Dozent im Studiengang Angewandtes Management an der HWG LU ist. Den Preis für die beste Bachelorthesis erhielt Jonas Frey, Absolvent des Studiengangs Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Management, Controlling und Information (B.Sc.) für seine Arbeit mit dem Titel „Konzeption und Einführung eines virtuellen Mitarbeiterbeteiligungssystems (VSOP) in einem KMU: Chancen, Herausforderungen und Handlungsempfehlungen“. „Die Arbeit ist nicht nur von hervorragender akademischer Qualität, sondern bietet mit seinem Anreizsystem zur Steigerung der Mitarbeitendenmotivation auch hervorragende Einsatzmöglichkeiten für das beteiligte Praxisunternehmen und den gesamten deutschen Mittelstand“, zeigte sich Prof. Dr. Axel Kiehm, der die Thesis betreut hatte, in seiner Laudatio begeistert. Die Auszeichnung für die beste Masterthesis ging an Nico Schmitt vom Studiengang Finance&Accounting (M.A.). Seine Arbeit behandelte„Investitionsverhalten deutscher börsennotierter Unternehmen - Eine Analyse im Zeitraum 2015 - 2024“. „Die Masterthesis von Nico Schmitt zeichnet sich durch Qualitätsfanatismus und ungeheuren Fleiß aus“, lobte Laudator Prof. Dr. Gösta Jamin. Sie unterfüttere die aktuellen Debatten mit soliden Kennzahlen, aus denen sich auch Entwicklungstendenzen ablesen ließen, so Jamin weiter. Die jeweils mit 500 Euro dotierten Preise überreichte Tatjana Kamrad, Vorsitzende des Fördervereins der HWG LU.Family Award und Preis für die beste Abschlussarbeit mit einem Gender- / FrauenforschungsthemaIm Anschluss würdigte die Abteilung Gleichstellung Muhammed Ali Kilci, Student der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung (B.A.) mit dem Family Award. Kilci erhielt den mit 300 Euro dotierten Preis für die hervorragende Vereinbarung von Studium und familiären Care-Aufgaben: Muhammed Ali Kilci habe nicht nur seine alleinerziehende Mutter und seine Schwester bei Behördengängen etc. tatkräftig unterstützt, sondern sei auch als Streitschlichter und Ansprechpartner für seine „andere Familie“, Jugendliche seiner ehemaligen Wohngruppe, immer da gewesen, begründete Gleichstellungsbeauftragte Prof. Dr. Elke Raum die Wahl der Jury. Den ebenfalls mit 300 € ausgestatteten Preis für die beste Abschlussarbeit mit einem Gender- / Frauenforschungsthema verlieh anschließend Prof. Dr. Esther Berkemer an Dennis Müller, Absolvent des Masterstudiengangs Pflegepädagogik (M.A.) für dessen Thesis „Gendersensible Sprache in der Pflegeausbildung – Sichtweisen von Auszubildenden im Rahmen qualitativer Interviews“. Dennis Müller, der inzwischen als stellvertretende Leitung einer Akademie für Pflegeberufe arbeitet, erläuterte anschließend, dass es inBezug auf gendersensible Sprache eine große Diskrepanz zwischen Theorie/Studium und Praxis gebe und dass es ihm ein Anliegen sei, künftige Pflegefachpersonen für das Thema zu sensibilisieren. „Sprache soll Menschen einbeziehen, nicht ausgrenzen“, so seine Überzeugung.Ehrenamtspreis der Stipendienstiftung Rheinland-PfalzDie Auszeichnung für ehrenamtliches gesellschaftliches Engagement der Stipendienstiftung Rheinland-Pfalz gingen anschließend an die Studentinnen Luisa Badronova, Marketing (B.A.), und Zahra Rezai, Pflege dual (B.Sc.). „Luisa Badronova wurde aufgrund ihrer sehr guten Studienleistungen in die „Dean’s List“ des Fachbereichs aufgenommen. Als Semestersprecherin übernimmt sie zudem Verantwortung für ihre Mitstudierenden. Besonders beeindruckend ist jedoch ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit. Als Jugendleiterin und Tanzpädagogin stehen für sie die Förderung jungerMenschen mit und ohne Behinderung, Integration und interkultureller Austausch im Mittelpunkt“, begründete Laudatorin Prof. Dr. Edith Rüger-Muck, Vizepräsidentin für Internationales und Kommunikation, die Preisvergabe an Luisa Badronova.Auch die zweite Preisträgerin steht dem in nichts nach: „Zahra Rezai unterstützt seit 2022 bei Welcome In! Fulda e. V. Menschen mit und ohne Flucht- und Migrationserfahrung. Darüber hinaus setzt sie sich aktiv für Menschenrechte ein: Sie organisierte zwei Demonstrationen unter dem Motto „Stop Hazara Genocide“ und einen Themenabend zu Afghanistan. Dabei machte sie auf die Situation der Hazara-Minderheit, die Rechte von Frauen und die Menschenrechtslage in Afghanistan aufmerksam.“, fasste die Vizepräsidentin die beeindruckenden Leistungen von Zahra Rezai zusammen. Zudem engagiere sich die junge Frau als Erste-Hilfe Ausbilderin und Kursleiterin beim Malteser Hilfsdienst und unterstütze an der Hochschule im Buddy-Programm internationale Studierende sowie als Mentorin neuen Pflegestudierende beim Studieneinstieg.Den Ehrenamtspreis verlieh Christine Liew, Leiterin des International Office der Hochschule, im Namen der Stipendienstiftung Rheinland-Pfalz. Er ist dotiert mit jeweils 600 Euro monatlich für die Dauer von sechs Monaten. Die Auswahl unter den fast 30 eingegangenen Bewerbungen traf die dreiköpfige Jury – Prof. Dr. Laura Ehm, Christiane Weinerth und Prof. Dr. Esther Berkemer. „Unser Dank und unsere Anerkennung gilt allen, die Bewerbungen eingereicht haben, denn deren große Zahl zeigt, wie zahlreich und vielfältig soziales Engagement unter unseren Studierenden ist“, betonte Edith Rüger-Muck.Förderpreis der Familie WagnerKrönender Abschluss der diesjährigen zentralen Preisverleihung war der insgesamt mit 3.000 Euro dotierte Förderpreis der Familie Wagner. Der 2014 vom langjährigen Hochschulratsvorsitzenden und Ehrensenator Dr. Dieter Wagner und seiner Frau ins Leben gerufene Preis zeichnet jährlich herausragendeAbschlussarbeiten aus, die den Menschen in den Mittelpunkt sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Denkens stellen. Seit dem Tod von Dr. Dieter Wagner im Jahr 2023 führen die beiden Töchter die Tradition fort. „Der Preis ist eine Erinnerung an unsere Eltern, die überzeugt waren, dass ein gutes Miteinander dann entsteht, wenn man einander mit Respekt begegnet und den Menschen in den Mittelpunkt stellt“, sagten Christine Geldbach und Heike Wagner zur Einführung. Die diesjährigen Preisträgerinnen hätten diese Haltung in ihren Arbeiten aufs Schönste geteilt, so die Schwestern weiter. Der erste Platz des Förderpreises der Familie Wagner ging an Angela Horn, Absolventin des Bachelor- und desMasterstudiengangs Pflegepädagogik, die sich in ihrer Masterthesis mit dem Thema „Übertherapie auf Intensivstationen“ auseinandergesetzt hatte. „Das Thema hat mich schon sehr früh beschäftigt, als ich gerade mit 21 auf der Intensivstation angefangen habe. Damals habe ich auf meine Fragen keine befriedigenden Antworten gefunden und wollte mich darum intensiver mit ‚Übertherapie‘ auseinandersetzen“, erklärte Angela Horn. Den zweiten Preis teilten sich Maha Khan, Absolventin des Masterstudiengangs Versorgungssteuerung im Gesundheitswesen – Health Care Management (M.Sc.) und Aleyna Kanbur, Bachelorabsolventin der Sozialen Arbeit (B.A.). Maha Khan beschäftigte sich in ihrer Masterthesis aus dem Gebiet der Versorgungsforschung mit dem Thema der mentalen Gesundheit: „Eines der Learnings meiner Arbeit war, dass gerade Männer mehr auf ihre mentale Gesundheit achten sollten. Außerdem sollten in der Versorgungsforschung Gesundheit und Migration in Bezug darauf enger zusammengedacht werden. In eher kollektivistisch geprägten Kulturen kann Gemeinschaft mental Halt geben“, so Maha Khan. Wie Angela Horn und Maha Khan kam auch Aleyna Kanbur früh mit dem Thema ihrer Arbeit, der Rolle der Sozialen Arbeit auf Palliativstationen, in Berührung. „Schon bei meinem ersten Praxiseinsatz in einem Krankenhaus habe ich gemerkt, dass die Aufgaben und die Rolle der Sozialen Arbeit nicht so fest definiert und verankert sind wie die Medizin oder die Pflege. Dem wollte ich systematisch auf den Grund gehen“, erläuterte sie bei der Preisverleihung im Austausch mit den Jurymitgliedern Prof. Dr. Elke Raum und Dieter Ott. Zur Jury gehörten in diesem Jahr außerdem Dr. Günter Geisthardt, Prof. Dr. Claudia Kohl, Prof. Dr. Andreas Rein und Vilja Berner.
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Datum: 06.11.2026 - 17:27 Uhr
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