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Europäisches Eurodesk-Netzwerktreffen in Wiesbaden

ID: 2268210

Gemeinsam die Zukunft der Jugendinformation gestalten


(LifePR) - Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums lud Eurodesk Deutschland das europäische Eurodesk-Netzwerk nach Deutschland ein: Vom 28. September bis 1. Oktober kamen mehr als 60 Eurodesk-Kolleg*innen aus 33 Ländern in Wiesbaden zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen in der Jugendinformation, Künstliche Intelligenz, europäische Jugendpolitik und der Austausch guter Praxis.Gemeinsam mit Eurodesk Brussels Link richtete Eurodesk Deutschland das mehrtägige Netzwerktreffen aus. Eröffnet wurde der Summit von Eurodesk-Präsident Robert Helm-Pleuger, der bei IJAB die Abteilung Internationale Jugendarbeit und Jugendpolitische Information leitet und Eurodesk Deutschland koordiniert. Grußworte sprach Axel Stammberger aus dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Besonders begrüßt wurden die Delegationen aus dem Vereinigten Königreich und der Republik Moldau, deren Organisationen sich um die Aufnahme in das europäische Eurodesk-Netzwerk beworben hatten. Künstliche Intelligenz verändert die Jugendinformation Ein Schwerpunkt des ersten Tages war die Frage, wie Künstliche Intelligenz die Jugendinformation verändert. Audrey Frith zeigte, welchen Einfluss KI bereits heute auf die Arbeit von Jugendinformationsfachkräften hat. Günter Bressau von der European Youth Information and Counselling Agency (ERYICA) stellte anschließend das Projekt „AI Youth Navigator“ vor. Die Diskussionen machten deutlich: KI ist längst in der Jugendinformation angekommen. Umso wichtiger ist es, dass Netzwerke wie Eurodesk diese Entwicklung aktiv begleiten und sich damit auseinandersetzen, wie KI verantwortungsvoll eingesetzt und gleichzeitig die Qualität und Verlässlichkeit von Jugendinformation gewährleistet werden kann. Aktuelle Einblicke in die europäische JugendpolitikWelche politischen Entwicklungen die Arbeit von Eurodesk in den kommenden Jahren prägen werden, erläuterte Mathieu Orphanides von der Europäischen Kommission. Er berichtete unter anderem über den Stand der neuen EU-Jugendstrategie, einen intensivierten jugendpolitischen Dialog mit Kanada einschließlich der Idee, einer kanadischen Beteiligung anDiscoverEU.Zur kommenden Erasmus+-Programmgeneration skizzierte er eine mögliche neue Struktur, die sich an Lernmöglichkeiten für alle und am Kapazitätsaufbau orientiert und Inklusion als höchste Priorität setzt. Weitere Themen waren die Weiterentwicklung des Europäischen Jugendportals sowie das 40-jährige Jubiläum von Erasmus+ im Jahr 2027, das nicht nur als Rückblick, sondern vor allem als Ausblick verstanden werden soll. Gute Ideen aus dem europäischen Netzwerk Viel Raum nahm der Austausch guter Praxis ein. Die nationalen Eurodesk-Koordinierungsstellen brachten Beispiele aus ganz Europa mit: Eurodesk Deutschland stellte seineWebinarreihezur Förderung internationaler Mobilität vor, die im Jubiläumsjahr gestartet ist.  Eurodesk Lettland berichtete vom DiscoverEU Baltic Sail Meet-Up „Beyond the Horizon“ und Kolleginnen aus Frankreich, Belgien und der Schweiz präsentierten gemeinsame Studienbesuche für Eurodesk-Multiplikatorinnenin Irland und Italien. Weitere Impulse z.B. zur Peer-to-Peer-Information und neue,  kreative Informationswege präsentierten die Kolleg*innen aus Italien, Estland, Litauen und Rumänien.Für weitere Inspiration sorgten die „Eurodesk Stars“, mit denen besonders gelungene Projekte aus dem Netzwerk ausgezeichnet wurden. Preise gingen an Eurodesk Malta, Zypern und Estland – unter anderem für ein Umweltprojekt, digitale Informationsangebote für junge Menschen in ländlichen Regionen und kreative Öffentlichkeitsarbeit. Besonders praktisch wurde es in der„Game Zone“: Die nationalen Koordinierungsstellen stellten Spiele vor, mit denen sie junge Menschen für internationale Mobilität und europäische Möglichkeiten interessieren. Die Teilnehmenden konnten die unterschiedlichen Methoden direkt selbst ausprobieren und sich über deren Einsatz in der Jugendinformation austauschen. Impulse aus dem deutschen Eurodesk-Netzwerk Auch deutsche Eurodesk-Partner brachten ihre Erfahrungen in das europäische Netzwerktreffen ein. Sie zeigten, wie junge Menschen in Deutschland auf vielfältige Art und Weise erreicht werden - etwa über Kooperationen mit Schulen, über strategische Vernetzung, über dieInitiative GO4EUROPEsowieüber eine bundeslandübergreifende Partnerschaft für starke Jugendinformationsangebote. Die lokalen Eurodesk-Partner aus Wiesbaden und aus Flörsheim unterstützten darüber hinaus die Durchführung des Summits. Die Stadt Wiesbaden leitete einen Workshop zum Thema „Wiesbaden international“ und stellte lokale, regionale und überregionale netzwerk vor.Mobfloin Flörsheim wirkte am Kulturprogramm mit, das den europäischen Teilnehmenden Einblicke in Wiesbaden und die Region ermöglichte. Das Netzwerk blickt nach vornNeben dem Austauschüber bestehende Projekte ging es in Wiesbaden immer wieder um die Zukunft: Wie erreichen wir junge Menschen in einer sich verändernden Informationslandschaft? Welche Entwicklungen werden die Jugendinformation in den kommenden Jahren prägen? Mit der Methode„Window to the Future“ der European Academy on Youth Work identifizierten die Teilnehmenden Trends und Herausforderungen für die künftige Arbeit. Dabei zeigte sich einmal mehr der Mehrwert des europäischen Netzwerks: Erfahrungen aus unterschiedlichen Ländern zusammenzubringen, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Ansätze zu entwickeln. Zwei neue Mitglieder im Eurodesk-Netzwerk Zum Abschluss des Treffens tagte die Eurodesk-Generalversammlung. Sie nahm den British Council aus dem Vereinigten Königreich und die Agentia Nationala pentru Dezvoltarea Programelor si Activitatii de Tineret aus der Republik Moldau einstimmig als neue Mitglieder auf. Mit dem Beitritt der beiden Länder umfasst das Eurodesk-Netzwerk nun 40 Eurodesk-Zentren in 38 europäischen Ländern. Damit erhalten künftig auch junge Menschen im Vereinigten Königreich und in der Republik Moldau über Eurodesk Zugang zu kostenloser und verlässlicher Information und Beratung rund um internationale Mobilität und europäische Jugendprogramme. Auch das Eurodesk Executive Committee wurde für die kommenden zwei Jahre gewählt. Der bisherige Vorstand wurde bestätigt und um Savvas Gregoriou von Eurodesk Zypern erweitert. Robert Helm-Pleuger wurde erneut zum Eurodesk-Präsidenten gewählt. Gemeinsam in die ZukunftDie Diskussionen des Netzwerktreffens zeigten zugleich, worauf es in Zukunft ankommen wird: Jugendinformation weiterzuentwickeln, neue Technologien verantwortungsvoll zu nutzen und jungen Menschen auch künftig verlässliche und niedrigschwellige Informationen über internationale Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Das nächste europäische Eurodesk-Netzwerktreffen findet im April 2027 in Zypern statt. Dann werden erstmals Vertreter*innen aus allen 38 Ländern des erweiterten Eurodesk-Netzwerks gemeinsam am Tisch sitzen.



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Datum: 15.10.2026 - 13:02 Uhr
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