Vom Praktikum zur Meisterin: Friseurin Alessia Kanzler will das Handwerk verändern
Die junge Friseurmeisterin hat sich im Salon ihren Kindheitstraum erfüllt – ihre Zukunftspläne: selbstständig machen, ausbilden und das Handwerk moderner gestalten
(LifePR) - Alessia Kanzler hat den Meisterbrief im Friseurhandwerk in der Tasche– und ehrgeizige Pläne für die Zukunft. Die gebürtige Mannheimerin steht exemplarisch für eine neue Generation, die Tradition und Veränderungswillen im Handwerk verbindet.Schon als Mädchen lernte die heute 24-Jährige den Beruf durch ihre Mutter kennen. Der Spaß am Flechten, Bürsten und Stylen war entfacht. Spätestens mit 16 war Alessia Kanzler nach einem Praktikum klar: Dieser Beruf wird ihre Zukunft sein. Sie machte eine Ausbildung und wechselte nach Abschluss als Gesellin in einen Salon nach Heidelberg, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Der Meistertitel war von Anfang an ihr erklärtes Ziel. Ausgelöst wurde der entscheidende Schritt durch das Gespräch mit einer Kundin und durch ihre beste Freundin, die denselben Weg einschlagen wollte. „Wir haben uns gegenseitig motiviert, den Meister zu machen“, berichtet sie.Fordernd, aber bereicherndDie Vorbereitung auf die Meisterprüfung beschreibt Alessia Kanzler als fordernd, aber bereichernd. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihr der intensive Austausch mit den anderen Prüflingen und die gegenseitige Unterstützung bei den praktischen Aufgaben. „Man lernt viel Neues, erweitert seine fachlichen Kenntnisse, verbessertseine Fähigkeiten und entwickelt sich sowohl persönlich als auch beruflich kontinuierlich weiter“, sagt die junge Handwerkerin über die Meisterfortbildung, die sie uneingeschränkt weiterempfiehlt.Vier Prüfungsteile bis zum MeisterDie Meisterprüfung im Handwerk gliedert sich in vier Teile: Fachpraxis, Fachtheorie, betriebswirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse sowie Berufs- und Arbeitspädagogik. Im Deutschen Qualifikationsrahmen ist der Meisterbrief auf Stufe 6 dem akademischen Bachelor gleichgestellt. Absolventinnen und Absolventenerwerben damit die Befähigung, einen eigenen Betrieb zu führen und den Fachkräftenachwuchs auszubilden. Sie haben damit eine Qualifikation, die angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels im Handwerk von besonderer Bedeutung ist.Zeigen, wie schön das Handwerk istGenau das hat Alessia Kanzler vor.„Ich möchte mich selbstständig machen, um auszubilden, jungen Menschen zu zeigen, wie schön das Friseurhandwerk sein kann, und die Arbeitsbedingungen im Handwerk moderner, fairer und attraktiver zu gestalten“, beschreibt sie ihre Zukunftsvision. Die Betriebsgründung und die Möglichkeit, selbst Lehrlinge auszubilden, gehören zu den zentralen Chancen, die der Meisterbrief eröffnet.Anerkanntes QualitätssiegelBereits jetzt wirkt sich der Meisterabschluss positiv auf den beruflichen Alltag der 24-Jährigen aus. „Ich arbeite selbstbewusster und betrachte meinen Beruf aus neuen Perspektiven. Jetzt verstehe ich betriebliche Abläufe und wirtschaftliche Zusammenhänge besser und kann sie gezielt nutzen“, erklärt die Friseurmeisterin.Die Meisterfortbildung bietet neben besseren Karrierechancen und höheren Verdienstmöglichkeiten vor allem die Grundlage für eine erfolgreiche Selbstständigkeit und die Sicherung des Nachwuchses in den Handwerksberufen. Der Meisterbrief gilt als anerkanntes Qualitätssiegel – im Handwerk ebenso wie in der Gesellschaft. Alessia Kanzlers Geschichte zeigt, welche Perspektiven die berufliche Weiterbildung im Handwerk eröffnen kann.Informationen rund um den Meistertitel im Handwerk beim Geschäftsbereich Meisterprüfung der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, E-Mail: meisterpruefung(at)hwk-mannheim.de
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Datum: 14.10.2026 - 09:36 Uhr
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