Die Schulpraxis im Blick: Zukünftige Geographie-Lehrkräfte forschen zu nachhaltiger Mobilität
(LifePR) - Lehramtsstudierende der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe haben am Fallbeispiel Rülzheim Feldforschung rund um die Themen Nachhaltigkeit, Mobilität und ländliche Räume realisiert. Und dabei gelernt, wie sie forschendes Lernen später im eigenen Unterricht umsetzen können. Für die Verbandsgemeinde liefern ihre Forschungsergebnisse wichtige Impulse.Welche Barrieren erschweren die Nutzung desöffentlichen Personennahverkehrs? Welche Faktoren beeinflussen die Verkehrsmittelwahl und welche Bedeutung können Fahrräder für die nachhaltige Mobilität haben? Diese und weitere Fragen haben Lehramtsstudierende der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) im Rahmen eines Geographie-Forschungsseminars zum Thema „Nachhaltige Mobilitäten in ländlichen Räumen“ untersucht – am Fallbeispiel und in Kooperation mit der rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinde Rülzheim. Die Ergebnisse ihrer während des Sommersemesters durchgeführten Feldforschung haben die Studierenden, die später einmal Geographie an weiterführenden Schulen unterrichten wollen, vergangene Woche Vertreter:innen der Verbandsgemeinde Rülzheim im dortigen Rathaus vorgestellt und mit ihnen diskutiert.„Die Erkenntnisse der Studierenden geben erste empirisch abgesicherte Einblicke in das bedeutsame Spannungsfeld von Mobilität und Nachhaltigkeit und können zusammen mit den von den Studierenden entwickelten Vorschlägen zur Weiterentwicklung und Verbesserung der lokalen Situation beitragen“, sagt Seminarleiterin Dr. Astrid Weißenburg. So haben die Studierenden in Rülzheim beispielsweise öffentliche Fahrradabstellanlagen kartiert und ein Stellplatzkonzept entwickelt, eine Interviewstudie zum Pendelverhalten durchgeführt, Bürger:innen befragt, welche Verkehrsmittel sie benutzen, und untersucht, welches lokale Verkehrsvermeidungspotenzial Co-Working-Spaces haben.Forschendes und projektorientiertes Lernen„Nur wenn zukünftige Geographie-Lehrkräfte selbst Feldforschung an einem konkreten Fallbeispiel durchgeführt haben, können sie so etwas auch später mit ihren Schüler:innen umsetzen“, macht die Geographin deutlich. Und Seminarteilnehmer Hagen Härdtle sagt: „Ich kann mir gut vorstellen,später als Geographielehrer Schüler:innen ‚ins Feld‘ zu schicken. Denn dort können sie sich sehr direkt mit einem Thema auseinandersetzen und eigene Erkenntnisse sammeln, anstatt nur mit Arbeitsblättern und Texten zu arbeiten.“ Auch Student Linus Werner möchte seine Erfahrungen aus dem Seminar zu forschendem und projektorientiertem Lernen später in vereinfachter Form in den eigenen Unterricht einfließen lassen. Denn: „Ich habe nun selbst gemerkt, wie viel man über ein Thema lernen kann, wenn man sich eigenständig mit einer realen Fragestellung auseinandersetzt, selbst Daten erhebt und die eigenen Erkenntnisse kritisch reflektiert.“Und Thomas Ossig, Mitarbeiter im Fachbereich Bauen der Verbandsgemeinde Rülzheim, bilanziert: „Für uns hat die Zusammenarbeit von Forschung und kommunaler Praxis einen großen Mehrwert.“ Die vielschichtigen Ergebnisse der Studierenden lieferten wertvolle Impulse zum Thema nachhaltige Mobilität, unterstreicht der Stadt- und Regionalentwickler.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: LifePR
Datum: 21.09.2026 - 15:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2268059
Anzahl Zeichen: 3225
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Karlsruhe
Kategorie:
Bildung & Beruf
Dieser Fachartikel wurde bisher 3 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Die Schulpraxis im Blick: Zukünftige Geographie-Lehrkräfte forschen zu nachhaltiger Mobilität"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Pädagogische Hochschule Karlsruhe (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




