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Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit: Gesund beginnt im Mund - Kau dich fit!

ID: 2265868

(ots) -
- Kauen fördert Sprachentwicklung, kognitive Fähigkeiten bis ins Alter, Verdauung sowie Mund- und Allgemeingesundheit
- Ungesunde Ernährung mit viel Zucker, Softdrinks und stark verarbeiteten Lebensmitteln schadet der Kaufähigkeit und den Zähnen
- Kauaktive Nahrungsmittel, frühzeitige Gesundheitsbildung, regelmäßige Mundhygiene und zahnärztliche Kontrolluntersuchungen legen die Basis für lebenslange Mundgesundheit

Kauen gehört zu den alltäglichsten Dingen, die wir tun, und erhält vielleicht aus diesem Grund nicht die Beachtung, die es eigentlich verdient. Dabei ist die uneingeschränkte und schmerzfreie Kaufähigkeit eine der Säulen, auf denen unser Wohlbefinden ruht - jeden Tag, ein Leben lang. Unterdem Motto"Gesund beginnt im Mund - Kau dich fit!"weist der Tag der Zahngesundheit 2026 auf diesen wichtigen Zusammenhang hin.

Kauen wirkt sich auf vielfältige Weise positiv auf den Körper aus: Es unterstützt die Mundgesundheit durch das regelmäßige Training der Kiefermuskulatur. Indem wir unser Essen bereits im Mund zerkleinern und mit Speichel vermischen, fördern wir gleichzeitig Verdauung und Nährstoffaufnahme. Gute Kaufähigkeit unterstützt bei Kleinkindern die Sprachbildung und trägt im Alter zum Erhalt der kognitiven Fähigkeiten bei. Studienerkenntnisse deuten darauf hin, dass Kauen die Hirndurchblutung steigert (Momose et al., 1997). Darüber hinaus gibt es Hinweise aus experimentellen und epidemiologischen Studien, dass eine eingeschränkte Kaufunktion mit einem erhöhten Demenzrisiko assoziiert sein könnte (Cerutti-Kopplin, 2016).

Lernen, was wichtig ist

Kauen will früh geübt sein, betont Dr. Christian Rath, Geschäftsführer des Vereins für Zahnhygiene (VfZ):"Idealerweise gehen dafür bereits in der Kindheit gesunde Ernährung, regelmäßige Mundhygiene und Gesundheitsbildung Hand in Hand. Im Alltag von Krippen, Kindergärten und Schulen bedeutet das vor allem, dass Wasser und ungesüßte Getränke, kauaktive Lebensmittel in der Brotdose sowie das regelmäßige Zähneputzen selbstverständliche Bestandteile des Tages sein sollten."





Eine Investition in die Gesundheit von Kindern - und damit in eine gesunde Zukunft - ist in diesem Zusammenhang die regelmäßige Gruppenprophylaxe in Kitas und Schulen, betont Dr. Justine Röhmel vom GKV-Spitzenverband (GKV-SV):"In der Gruppe und mit der richtigen Anleitung kaut und putzt es sich einfach besser. Die gesetzlichen Krankenkassen unterstützen die zahnmedizinische Gruppenprophylaxe in Kitas und Schulen, damit bei uns alle Kinder die Chance haben, die Grundlage für eine lebenslange gute Mundgesundheit früh zu erlernen."

Auch der Bundesverband der Zahnärztinnen und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG) unterstreicht die Bedeutung der Förderung der Mundgesundheitskompetenz bereits ab dem frühen Lebensalter. Darüber hinaus erkennt er einen erheblichen Unterstützungsbedarf für weitere Bevölkerungsgruppen. Der BZÖG betont zudem die Wichtigkeit zusätzlicher präventiver und gesundheitsfördernder Leistungen durch die Zahnärztinnen und Zahnärzte der Öffentlichen Gesundheitsdienste in speziellen Wohnformen für Menschen mit Einschränkungen und in stationären Einrichtungen derAltenpflege:"Die Stärkung der Zahnärztlichen Dienste und der ambulanten zahnärztlichen Versorgung und nicht der Abbau zahnärztlicher Stellen im Öffentlichen Gesundheitswesen oder die Kürzung von GKV-Leistungen, wie sie aktuell diskutiert werden, sollten zu den zentralen Zielen einer sinnvollen zahnmedizinischen Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland gehören."

Für eine gesündere Gesellschaft

Lebenslange gute Kaufähigkeit hängt nicht nur davon ab, wie man isst, sondern auch, was man isst. Seit Jahren gibt es einen negativen Trend hin zum Konsum stark verarbeiteter, oft zu weicher Lebensmittel, säurehaltiger Getränke und Snacks wie Riegel und Chips sowie zu überhöhtem Zuckerkonsum. Zuckerreiche Ernährung fördert die Entstehung von Karies und begünstigt Entzündungen des Zahnfleischs, während säurehaltige Getränke Zahnerosionen verstärken. Der Zahnhalteapparat kann durch weiche, wenig kauintensive Lebensmittel nachhaltig Schaden nehmen.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie wichtig die lebenslange Förderung der Mund- und Zahngesundheit ist, unterstreicht Dr. Romy Ermler MBA, Präsidentin der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), anlässlich des diesjährigen Aktionstags:"Richtig zubeißen können bringt so viel für die Gesundheit. Ernährung und Kauen verdienen deshalb mehr Aufmerksamkeit. Der Tag der Zahngesundheit erinnert uns daran, dass gesunde Zähne kein Zufallsprodukt sind. Sie sind das Ergebnis bewusster Ernährung, funktionierender Kaufähigkeit, frühzeitiger Prävention und klarer politischer Rahmenbedingungen - für gesunde Münder, gesunde Menschen und insgesamt eine gesündere Gesellschaft."

Auf Instagram (https://www.instagram.com/tdz2509/) und tagderzahngesundheit.de informieren wir bis zum 25. Septemberüber unser diesjähriges Schwerpunktthema.

Statements


- Statement Bundeszahnärztekammer (BZÄK) (https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/tdz26/BZAEK_Statement_TdZ_2026.pdf)
- Statement Bundesverband der Zahnärztinnen und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG) (https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/tdz26/BZOEG_Statement_TdZ_2026.pdf)
- Statement GKV-Spitzenverband (GKV-SV) (https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/tdz26/GKV-SV_Statement_TdZ_2026.pdf)
- Statement Verein für Zahnhygiene (VfZ) (https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/tdz26/VfZ_Statement_TdZ_2026.pdf)

Über uns

Der Tag der Zahngesundheit findet seit 1991 jedes Jahr am 25. September statt. Er wird getragen vom Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit, dem neben dem Verein für Zahnhygiene, der Bundeszahnärztekammer, dem GKV Spitzenverband, dem BZÖG rund 30 Organisationen aus Gesundheitswesen und Politik angehören. Ziel des gemeinsamen Aktionstages ist es, eine breite Öffentlichkeit für die Mundgesundheit zu sensibilisieren und das Wissen über die Zahn- und Mundgesundheit in der Bevölkerung zu vergrößern.

Literatur

Momose T, Nishikawa J, Watanabe T, Sasaki Y, Senda M, Kubota K, Sato Y, Funakoshi M, Minakuchi S. Effect of mastication on regional cerebral blood flow in humans examined by positron-emission tomography with 15 O-labelled water and magnetic resonance imaging. Arch Oral Biol. 1997 Jan;42(1):57-61. doi: 10.1016/s0003-9969(96)00081-7. PMID: 9134116.

Cerutti-Kopplin D, Feine J, Padilha DM, de Souza RF, Ahmadi M, Rompré P, Booij L, Emami E. Tooth Loss Increases the Risk of Diminished Cognitive Function: A Systematic Review and Meta-analysis. JDR Clin Trans Res. 2016 Apr;1(1):10-19. doi: 10.1177/2380084416633102. PMID: 30931697.

Pressekontakt:

Susanne Theisen | presse(at)tagderzahngesundheit.de


Original-Contentvon: Bundeszahnärztekammer, übermittelt durch news aktuell


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Datum: 06.08.2026 - 09:00 Uhr
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