Gasrezirkulation im Fermenter: Biogas gezielt zurückführen und Durchmischung unterstützen
Wenn Biogas aus dem Gasraum oder einem nachgeschalteten Anlagenbereich zurück in den Fermenter geführt wird, müssen Volumenstrom,Überdruck, Leitungssystem, Einblaseinrichtungen, Feuchtigkeit, ATEX-Zone und Korrosionsschutz gemeinsam geprüft werden.

(PresseBox) - In Biogasanlagen kann bereits entstandenes Biogas aus dem Gasraum, dem Gasspeicher oder einem nachgeschalteten Anlagenbereich entnommen und erneut in den Fermenter zurückgeführt werden. Diese Gasrezirkulation dient dazu, gezielte Strömungen im Fermenter zu erzeugen. Das zurückgeführte Gas wird über Rohrleitungen, Gaslanzen, Düsen oder andere Einblaseinrichtungen wieder in das Substrat eingebracht.
Durch die entstehenden Gasblasen und Strömungen kann die Durchmischung des Fermenterinhalts unterstützt werden. Ziel ist es, Schwimm- und Sinkschichten zu reduzieren, organisches Material gleichmäßiger im Fermenter zu verteilen und den biologischen Prozess stabiler zu führen. Ein Seitenkanalverdichter kann dafür als technische Komponente geprüft werden, wenn ein definierter Gasvolumenstrom mit geeignetem Überdruck benötigt wird.
Der Seitenkanalverdichter e5MSMOR 2,2kWIE3WR | 263m³/h | +250mbar | -250mbar | Atex II 3GD T3 kann für eine solche Aufgabenstellung projektbezogen bewertet werden. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Maschinenbezeichnung, sondern der Abgleich mit der konkreten Anlage: Gasmenge, Leitungssystem, Einblastiefe, Druckverluste, Medium, Feuchtigkeit, Aufstellort und ATEX-Zoneneinteilung müssen zusammenpassen.
Gas zurückführen, statt nur fördern
Bei der Gasrezirkulation wird Biogas nicht einfach von einem Punkt zum anderen transportiert. Der Gasstrom wird gezielt in den Fermenter zurückgeführt, um dort eine Prozesswirkung zu erzeugen. Über Gaslanzen oder Düsen entstehen Strömungen im Substrat. Diese Strömungen können helfen, Ablagerungen zu reduzieren, Schwimmschichten aufzubrechen oder die Verteilung organischer Bestandteile zu verbessern.
Die Prozessaufgabe beginnt deshalb mit der Frage, welche Wirkung im Fermenter erreicht werden soll. Je nach Behältergeometrie, Substratbeschaffenheit, Einbringstelle und Betriebsweise kann sich der erforderliche Gasvolumenstrom unterscheiden. Auch die Anzahl und Ausführung der Gaslanzen oder Düsen beeinflusst den Druckbedarf.
Volumenstrom undÜberdruck aus dem Prozess ableiten
Für eine belastbare Vorauswahl muss die Gasrezirkulation als Gesamtsystem betrachtet werden. Der Seitenkanalverdichter muss das Biogas durch Rohrleitungen, Armaturen, Verteiler und Einblaseinrichtungen fördern. Dabei entstehen Druckverluste, die von Leitungslänge, Rohrleitungsquerschnitt, Bögen, Rückschlagklappen, Verteilern und Düsen abhängen.
Hinzu kommt die Einbringung in den Fermenter. Je nach Flüssigkeitshöhe, Einblastiefe und Düsenanordnung kann zusätzlicher Überdruck erforderlich sein. Auch die Betriebsdauer ist wichtig: Gasrezirkulation kann kontinuierlich, zeitgesteuert oder abhängig vom Anlagenzustand erfolgen. Die Maschine muss deshalb zur tatsächlichen Prozessführung passen.
Technische Grundlage der ausgewählten eSeries-Maschine
Für die hier betrachtete Prozesslösung wird der Seitenkanalverdichter e5MSMOR 2,2kWIE3WR | 263m³/h | +250mbar | -250mbar | Atex II 3GD T3 als mögliche technische Grundlage der Vorauswahl verwendet.
Laut den gelieferten Maschinendaten stellt die Maschine bei 50 Hz einen maximalen Volumenstrom von 263 m³/h bereit. Der angegebene Druckbereich liegt bei +250 mbar im Druckbetrieb und -250 mbar im Vakuumbetrieb. Die Leistung beträgt 2,2 kW. Die ATEX-Variante ist mit Atex II 3GD T3 angegeben. Die Schutzart beträgt IP55. Als Anschlussgröße ist 2 genannt. Die Drehzahl bei 50 Hz beträgt2900 rpm, das Gewicht 27 kg.
Diese Werte können für die Vorauswahl herangezogen werden. Sie ersetzen jedoch keine anlagenbezogene Auslegung. Für die Gasrezirkulation im Fermenter muss geprüft werden, ob Volumenstrom und Druckbereich zur Fermentergeometrie, zur gewünschten Durchmischungswirkung, zur Leitungslänge, zu Verteilern, Gaslanzen, Düsen, Druckverlusten und zur Betriebsweise passen.
eSeries als moderne technische Option
Für Biogasanwendungen stehen neben der K-Series auch E-Modelle beziehungsweise eSeries-Maschinen zur Verfügung. Die zentrale Biogas-Landingpage von SKVTechnik ordnet die neuere eSeries als zusätzliche Produktplattform ein und beschreibt, dass die konkrete Maschine anhand von Volumenstrom, Druckbedarf, Motorvariante, Spannungsbereich, ATEX-Anforderung und Sonderausstattung auszuwählen ist.
Das hier betrachtete E-Modell kann deshalb als moderne technische Option in die Prüfung einbezogen werden. Ob genau diese Baugröße geeignet ist, hängt von der konkreten Gasrezirkulation ab. Bei größeren Fermentern, längeren Leitungswegen, mehreren Einbringstellen, höheren Druckverlusten oder besonderer Medienbelastung kann eine andere Baugröße erforderlich sein.
ATEX bei direktem Biogaskontakt prüfen
Bei der Gasrezirkulation kann der Seitenkanalverdichter direkt mit Biogas in Kontakt kommen. Da Biogas brennbare Bestandteile enthalten kann, muss der Explosionsschutz separat bewertet werden. Die hier betrachtete Maschine ist in den gelieferten Daten als Atex II 3GD T3 aufgeführt. Diese Angabe betrifft ausschließlich den Explosionsschutz.
Ob diese Ausführung für den konkreten Einsatz notwendig oder passend ist, hängt von Gasführung, Zoneneinteilung, Aufstellort, Sicherheitskonzept und Betriebsbedingungen ab. Eine ATEX-Ausführung darf nicht pauschal mit einer allgemeinen Eignung für jede Biogasanlage gleichgesetzt werden. Entscheidend ist immer die konkrete Anlagenbewertung.
Feuchtes Biogas und Korrosionsschutz getrennt bewerten
Neben dem Explosionsschutz muss bei der Gasrezirkulation die Medienbelastung betrachtet werden. Biogas ist häufig feucht und kann aggressive Bestandteile enthalten. Besonders während Stillstandszeiten oder bei Temperaturunterschieden kann sich Kondensat im Leitungssystem oder im Inneren der Maschine niederschlagen. Die SKV-Prozessseite weist darauf hin, dass bei der Gasrezirkulation Volumenstrom, Druck, ATEX-Anforderung, Feuchtigkeit, Korrosionsbelastung, Aufstellort und mögliche Sonderausführungen gemeinsam zu betrachten sind.
ATEX und Korrosionsschutz sind deshalb getrennt zu bewerten. ATEX betrifft den Explosionsschutz. Korrosionsschutz betrifft Feuchtigkeit, Kondensat und mögliche aggressive Bestandteile im Medium oder in der Umgebung. In den gelieferten Maschinendaten werden als Optionen Spezialspannungen nach IEC 60038, Oberflächenbehandlung und eine abgedichtete Version genannt. Solche Optionen sollten abhängig von Biogaszusammensetzung, Feuchtigkeit, Temperatur, Betriebsweise, Leitungssystem und Aufstellort projektbezogen geprüft werden.
Vom Fermenterprozess zur passenden Auslegung
Die Gasrezirkulation im Fermenter zeigt, dass Seitenkanalverdichter in Biogasanlagen nicht isoliert ausgewählt werden sollten. Zuerst muss die Prozessanforderung verstanden werden: Welche Gasmenge soll zurückgeführt werden? Wo wird das Gas entnommen? Wo wird es eingebracht? Welche Strömungswirkung soll im Fermenter entstehen? Welche Druckverluste entstehen im Leitungssystem?
SKVTechnik bündelt diese Anwendungsfälle auf der zentralen Biogas-Landingpage und vertieft sie auf einzelnen Prozessseiten. Das begleitende FAZ-Advertorial ordnet die Themen ATEX, feuchtes Biogas, Korrosionsschutz und projektbezogene Maschinenauswahl zusätzlich in einen übergeordneten fachlichen Zusammenhang ein. Für Betreiber, Planer und Anlagenbauer entsteht so eine Orientierung: erst die Prozessanforderung verstehen, dann Volumenstrom, Druckbereich, Medium, Aufstellort, ATEX-Zone und mögliche Sonderausführungen prüfen.
Projektbezogene Prüfung mit SKVTechnik
SKVTechnik unterstützt Betreiber, Anlagenbauer und Planer bei der technischen Vorauswahl geeigneter Seitenkanalverdichter für Biogasanwendungen. Für die Gasrezirkulation im Fermenter sind möglichst genaue Prozessdaten hilfreich. Dazu gehören Einsatzfall, gewünschter Gasvolumenstrom, benötigter Überdruck, Medium Biogas, Feuchtigkeit und Temperatur, Leitungslänge, Rohrleitungsquerschnitt, Art und Anzahl der Gaslanzen oder Düsen, Druckverluste, Betriebsweise, Aufstellort, ATEX-Zoneneinteilung und gewünschte Sonderausstattung oder Korrosionsschutzmaßnahmen.
Bei komplexen technischen Fragestellungen kann projektbezogen zusätzlich die Fachunterstützung des Herstellers FPZ eingebunden werden. Ziel ist eine nachvollziehbare Vorauswahl, bei der Gasrezirkulation, Druckbedarf, Explosionsschutz, Medienbedingungen und mögliche Sonderausführungen gemeinsam betrachtet werden.
Zentrale Biogas-Landingpage:
https://www.skvtechnik.de/biogas-seitenkanalverdichter/
Aktuelle Prozessseite:
https://www.skvtechnik.de/gasrezirkulation-im-fermenter/
FAZ-Advertorial:
https://cmk.faz.net/cms/articles/20633/anzeige/unn/atex-seitenkanalverdichter-fuer-biogasanlagen-mit-korrosionsschutz
Datenblatt:
https://www.skvent.de/media/DSB_GENREAL/Unterlagen_anfordern.pdf
Drehzahltabelle:
https://www.skvent.de/media/FPZ_RPM/RPM_e_05_MS_MOR&GOR&GVR_DE.pdf
Weitere Unterlagen:
https://www.skvent.de/media/FPZ_CAD/STP-L_e_05_MS_MOR_IE3WR_90_2.2kW-31.zip
Seit 2012 ist SKVTechnik Ihr verlässlicher Partner für Seitenkanalverdichter, Schallschutzhauben, Umschaltventile und das notwendige Zubehör für einen reibungslosen Betrieb. Unser Sortiment umfasst Seitenkanalverdichter in allen gängigen Ausführungen – sowohl für den normalen als auch für den ATEX-Einsatz. Ganz gleich, ob Sie Lösungen für den Blasdruck- oder Saudruck-Bereich benötigen, wir bieten passende Geräte, die allen Anforderungen an Volumenströme gerecht werden. Dank unserer langjährigen Erfahrung und engen Zusammenarbeit mit Hersteller-Ingenieuren garantieren wir individuelle Lösungen und höchste Zufriedenheit bei der Umsetzung von Kundenprojekten. Vertrauen Sie auf SKVTechnik – Ihr Experte für Seitenkanalverdichter.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.skvtechnik.de.
Seit 2012 ist SKVTechnik Ihr verlässlicher Partner für Seitenkanalverdichter, Schallschutzhauben, Umschaltventile und das notwendige Zubehör für einen reibungslosen Betrieb. Unser Sortiment umfasst Seitenkanalverdichter in allen gängigen Ausführungen–sowohl für den normalen als auch für den ATEX-Einsatz. Ganz gleich, ob Sie Lösungen für den Blasdruck- oder Saudruck-Bereich benötigen, wir bieten passende Geräte, die allen Anforderungen an Volumenströme gerecht werden. Dank unserer langjährigen Erfahrung und engen Zusammenarbeit mit Hersteller-Ingenieuren garantieren wir individuelle Lösungen und höchste Zufriedenheit bei der Umsetzung von Kundenprojekten. Vertrauen Sie auf SKVTechnik–Ihr Experte für Seitenkanalverdichter.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.skvtechnik.de.
Datum: 24.07.2026 - 08:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2263944
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Klaus DoldingerAndreas GötzAndréMocker
Stadt:
Plauen
Telefon: +49 (3741) 2510951+43 2732 90880+49 (3741) 2510951
Kategorie:
Biotechnologie
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