Geringere Jodzufuhr durch den Wechsel von Kuhmilch zu Haferdrinks
Forschende der Hochschule Osnabrück entwickeln jodreicheren Hafer für eine bessere Versorgung
(LifePR) - Immer mehr Menschen ersetzen Kuhmilch durch Haferdrinks. Was viele nicht wissen: Milch zählt in Deutschland zu den wichtigsten Jodquellen, während pflanzliche Alternativen meist nur geringe Mengen des essenziellen Spurenelements enthalten. Wer auf Haferdrinks umsteigt,könnte daher weniger Jod aufnehmen.Jodmangel als gesellschaftliche Herausforderung„Jodmangel ist in Deutschland wieder ein relevantes Gesundheitsthema. Rund ein Drittel der Erwachsenen und fast die Hälfte der Kinder und Jugendlichen sind nicht ausreichend mit Jod versorgt. Besonders häufig betroffen sind junge Frauen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Jodbedarf zusätzlich“, erklärt Prof. Dr. Diemo Daum, Experte für Pflanzenernährung an der Hochschule Osnabrück und ergänzt: „Jod spielt unter anderem eine wichtige Rolle für die Schilddrüsenfunktion sowie die körperliche und geistige Entwicklung. Ein anhaltender Jodmangel kann sich daher negativauf die Gesundheit auswirken.“Forschende entwickeln jodreichere HaferprodukteVor diesem Hintergrund untersuchen Daum und seine wissenschaftlichen Mitarbeitenden Anne Vrochte und Dr. Christoph Budke im Forschungsprojekt„JoMila – Jodreiche pflanzliche Milchalternativen: Gesunder Mehrwert nachhaltig erzeugt durch Biofortifikation von Hafer“, wie sich der Jodgehalt von Hafer bereits beim Anbau erhöhen lässt. Dazu setzen die Forschenden auf die sogenannte agronomische Biofortifikation – die gezielte Anreicherung von Nutzpflanzen mit Nährstoffen während ihres Wachstums auf dem Feld. Ziel ist es, pflanzliche Milchalternativen zu entwickeln, die künftig zu einer besseren Jodversorgung beitragen können.„Pflanzliche Produkte gewinnen für viele Menschen zunehmend an Bedeutung. Deshalb müssen wir Wege finden, eine nachhaltige Ernährung mit einer ausreichenden Versorgung an wichtigen Nährstoffen zu verbinden“, sagt Daum. „Mit JoMila wollen wir wissenschaftlich fundierte Lösungen entwickeln,die Verbraucherinnen und Verbrauchern im Alltag zugutekommen.“Die Forschenden untersuchen außerdem, welche Auswirkungen die Anbaumethode auf weitere wertgebende Inhaltsstoffe des Hafers und die Gesundheit der Pflanzen hat. Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) entwickelt das Forschungsteam ein Herstellungsverfahren, mit dem möglichst viel Jod aus dem Haferkorn in den fertigen Haferdrink gelangt.FörderungGefördert wird das Vorhaben mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) aus der Förderlinie „ZERN – Zukunft Ernährung Niedersachsen“. Das Projekt läuft bis Ende Januar 2029.Weitere Informationen:Ein ausführliches Interview mit den Forschenden zum Projekt ist hier zu lesen:https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/07/fehlt-uns-jod-wenn-wir-kuhmilch-durch-haferdrinks-ersetzen/Ein Linkedin-Videobeitrag zum Projekt ist hier zu sehen:https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7482412226843435008
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Bereitgestellt von Benutzer: LifePR
Datum: 15.07.2026 - 16:40 Uhr
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