Moderne Arbeitswelten und Kliniken: Wohlfeil zur Standortstrategie der Deutschen Rentenversicherung Bund

(ots) - Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund) passt ihren Gebäudebestand an veränderte Arbeitsbedingungen an. Campusstrukturen sollen gestärkt, Büroflächen reduziert, Verwaltungsgebäude und Kliniken modernisiert werden. Hierfür wurde eine Gesamtstrategie für die Dienstgebäude und Reha-Zentren erarbeitet. Jens Dirk Wohlfeil, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, gibt auf der heutigen Vertreterversammlung in Potsdam einen Einblick dazu.
"Digitale Prozesse, mobiles Arbeiten und neue Formen der Zusammenarbeit verändern nicht nur unsere täglichen Arbeitsabläufe, sondern auch die Anforderungen an unsere Gebäude und Standorte. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an moderne Verwaltungsgebäude: Sie sollen funktional, nachhaltig und wirtschaftlich sein und zugleich flexibel auf zukünftige Entwicklungen reagieren können,"erläutert Wohlfeil in Potsdam.
Deutschlandweite Gesamtstrategie für Dienstgebäude und Kliniken
Veränderte Personalbedarfe und ein rückläufiger Bedarf an Büroflächen erfordern eine stetige systematische Bewertung des Immobilienbestandes, um die Verwaltungs- und Reha-Standorte langfristig zukunftsfest aufzustellen. Hierfür wurde eine standortübergreifende Immobilienstrategie für alle Dienstgebäude der DRV Bund entwickelt. Ziel ist, bestehende Standorte weiterzuentwickeln, Campusstrukturen zu stärken und den Flächenbedarf an eine sich wandelnde Arbeitswelt anzupassen.
Konzentration in Berlin Wilmersdorf
"Die Mietflächenquote der Berliner Hauptverwaltung soll durch die Nutzung eigener Grundstücke von aktuell 42 Prozent auf 21 Prozent sinken", erklärt Wohlfeil. Die Dienstgebäude in der Hauptstadt werden im Zuge dieser Planungen in den nächsten Jahren auf wenige Standorte reduziert und konzentrieren sich vorrangig rund um das Stammhaus im Bezirk Wilmersdorf."Damit können Synergieeffekte bei der technischen Versorgung der Gebäude und der räumlichen Auslastung besser genutzt werden", so Wohlfeil.
Stärkung der Campusstrukturen
Ziel ist nicht nur die Modernisierung einzelner Gebäude: Langfristig sollen die Berliner Verwaltungsstandorte neu geordnet und bestehende Campusstrukturen ausgebaut werden: Neben den Campi Ruhrstraße und Hohenzollerndamm wird hierfür ein dritter Campusstandort in der Nestorstraße entwickelt.
Dort befindet sich bereits das ehemalige Ausbildungszentrum der DRV Bund mit einer Grundfläche von 27.600 Quadratmetern. Nach der Schadstoffsanierung wird das Gebäude bis auf den Rohbau zurückgebaut. Anschließend werden die Außenhülle, der Innenbau sowie die technische Gebäudeausstattung vollständig saniert. Im neuen, modernen Ausbildungszentrum, werden künftig850 Studierende der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung untergebracht. Zusätzlich entstehen 280 Büroarbeitsplätze. Auf dem gegenüberliegenden Grundstück ist außerdem ein Neubau mit 1.900 Büroarbeitsplätzen geplant.
Bundesweite Standortentwicklung
Auch am Standort Würzburg entstehen zusätzliche Büroarbeitsplätze:"Langfristig sollen die Flächenbedarfe durch die eigene Immobilie in der Berner Straße abgedeckt werden", erläutert Wohlfeil die Strategie. Geplant ist ein Erweiterungsbau mit 18.800 Quadratmetern Grundfläche und 500 Büroarbeitsplätzen. Bis zu seiner Fertigstellung werden zusätzlich Räumlichkeiten am Würzburger Hauptbahnhof bezogen. Die Standorte Brandenburg, Gera und Stralsund werdenab dem kommenden Jahr ebenfalls in den Prozess der standortübergreifenden Immobilienstrategie einbezogen.
Mögliche Entwicklungsperspektiven für die Reha-Zentren
Modernes und nachhaltiges Bauen betrifft neben den Verwaltungsstandorten auch die 21 Reha-Zentren der Deutschen Rentenversicherung Bund. Im Rahmen einer umfassenden Wirtschaftlichkeits- und Potenzialanalyse wurden sie anhand wirtschaftlicher, organisatorischer und leistungsbezogener Kriterien untersucht und bewertet, Stärken und Herausforderungen identifiziert und mögliche Entwicklungsperspektiven aufgezeigt."Ziel ist eine wirtschaftlich stabile, leistungsfähige und zukunftsfähige Klinikgruppe, die langfristig hochwertige Rehabilitationsleistungen anbieten kann", betont Wohlfeil.
Ein erstes Ergebnis dieser Analyse wurde bereits umgesetzt: Die Reha-Zentren Bad Homburg und Bad Nauheim werden zusammengeführt und in Bad Nauheim wird eine neue Klinik mit 220 Betten errichtet. 2033 soll das Bauprojekt abgeschlossen sein. Bis dahin läuft der Betrieb am Standort Bad Homburg weiter.
Weitere Bau- und Modernisierungsmaßnahmen werden konsequent fortgeführt: So wird aktuell die Reha-Klinik Ostseeblick in Ückeritz modernisiert. In Mölln entsteht die neue Klinik Hellbachtal, ein nachhaltiger Neubau, der den Grundsätzen der sogenannten"Heilenden Architektur"folgt. Auch in Bad Frankenhausen werden die Modernisierung der Klinik und die Planung eines Erweiterungsbaus weiter vorangetrieben. Für das Reha-Zentrum Utersum haben die Vorbereitungen für umfangreiche bauliche und technische Erneuerungsmaßnahmen begonnen.
"Die DRV Bund verändert sich - organisatorisch und auch baulich. Die vorgestellten Projekte zeigen, wie umfassend dieser Wandel inzwischen geworden ist. Dabei geht es nicht allein um neue Gebäude oder moderne Technik. Vielmehr geht es darum, die DRV Bund langfristig zukunftsfest aufzustellen - mit modernen Arbeitswelten, nachhaltigen Gebäuden und leistungsfähigen Reha-Einrichtungen", so Wohlfeil.
Der vollständige Bericht von Jens Dirk Wohlfeil an die Vertreterversammlung kann auf www.deutsche-rentenversicherung-bund.de (https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/DE/Home/home_node.html) abgerufen werden.
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Datum: 10.06.2026 - 15:33 Uhr
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