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Kommentar von"nd.DerTag"über den nicht enden wollenden Krieg am Golf

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(ots) - Der Iran und die USA haben sich wieder beschossen, aber sogleich zu verstehen gegeben, dass die Waffenruhe weiter gelte, zumindest hat US-Präsident Donald Trump sich so geäußert. Die Iraner waren in dieser Hinsicht weniger deutlich, sprachen von einem Bruch der Waffenruhe und dem Versuch, Verhandlungen zu torpedieren. Doch kann dem Teheraner Regime kaum daran gelegen sein, dass die USA (und Israel, das nur darauf wartet) den Iran wieder massiv bombardieren. Eine funktionierende Luftverteidigung gibt es nicht mehr, US-amerikanische und israelische Bomber könnten ungestört über dem iranischen Luftraum kreisen und sich ihre Ziele in Seelenruhe aussuchen. Und die Strategie, mit Angriffen auf die arabischen Golfstaaten und der Blockade der Straße von Hormus so viel Druck aufzubauen, dass sämtliche iranischen Forderungen erfüllt werden, könnte sich schnell als Trugschluss erweisen. Katar, Saudi-Arabien und besonders die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind zunehmend verärgert, dass es weiter zu Angriffen aus dem Iran kommt und könnten in den Krieg eintreten.

Die USA haben mit ihrer Blockade iranischer Häfen ihrerseits ein ökonomisches Druckmittel in der Hand, unter dem die iranische Wirtschaft leidet, weil das geförderte Öl nicht mehr an die Käufer verschifft werden kann. Wie lange kann Iran das aushalten? Ein auf Energiemärkte spezialisiertes US-amerikanisches Analyseunternehmengibt an, dass der Iran allenfalls 25 bis 30 Tage Lagerkapazitäten vorhalte. Und nach Angaben des US-Geheimdienstes CIA kann der Iran die gegen ihn verhängte Seeblockade der USA noch drei oder vier Monate lang aushalten, bevor ernste wirtschaftliche Probleme auftreten, wie die"Washington Post"am Donnerstag berichtete.

Was also will der Iran mit seiner Hinhaltetaktik erreichen, die bisher keine greifbaren Erfolge zeitigt? Beobachter wie Amos Hochstein, Energie- und Nahostberater des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden, haben eine klare Vorstellung: Teheran wolle allein bestimmen, wer durch die Meerenge von Hormus fahren darf und wer nicht:"Die Straße von Hormus steht auf ewig unter iranischer Kontrolle - im Grunde für die absehbare Zukunft", sagte er gegenüber Bloomberg. Das würde sich decken mit der immer wieder erhobenen Forderung der Iraner, dass externe Akteure aus der Region verschwinden sollten, sprich die USA. Ein Vorhaben, das zu den Ambitionen der Islamischen Republik seit ihrer Gründung gehört, aber nie zur Umsetzung gebracht werden konnte. Auch jetzt dürften die Chancen dafür gering sein.





Nun berichten Medien sogar, dass der Iran eine Kontrollbehörde für den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus aufgebaut habe, die auch Mautgebühren erheben solle. Das wäre das Ende der freien Schifffahrt in und aus dem Persischen Golf. Die arabischen Golfstaaten werden das nie und nimmer akzeptieren, und auch die USA nicht. Donald Trumpkönnte die Kampfhandlungen schnell wieder aufnehmen, was er ohnehin schon mehrfach angedroht hat. Unterstützer hat das iranische Regime kaum noch, selbst Verbündete wie Moskau und Peking lehnen sich nicht weit für Teheran aus dem Fenster, denn auch sie fürchten die wirtschaftlichen Auswirkungen des andauernden Krieges.

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