InternetIntelligenz 2.0 - Neue Studie zum Alkoholkonsum Jugendlicher: Prävention bleibt wichtig

InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Neue Studie zum Alkoholkonsum Jugendlicher: Prävention bleibt wichtig

ID: 2248622

(ots) - Mehr als zwölf Prozent der Jugendlichen in Deutschland weisen Hinweise auf ein problematisches Trinkverhalten auf. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Stiftung Gesundheitswissen hervor, für die 2.006 Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren befragt wurden. Die Ergebnisse machen deutlich: Auchwenn der Alkoholkonsum junger Menschen langfristig zurückgegangen ist, bleibt Prävention weiterhin notwendig.



Zwar ist der Alkoholkonsum junger Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren insgesamt gesunken. Aktuelle Daten zeigen jedoch, dass Alkohol für einen relevanten Teil der Jugendlichen weiterhin eine Rolle spielt. Die neue Studie der Stiftung Gesundheitswissen, die im Fachjournal JMIR Public Health and Surveillance erschienen ist, zeigt: Rund 20 Prozent der zwölf- bis 17-Jährigen trinken mindestens einmal pro Woche Alkohol. Bei 12,7 Prozent der Befragten wurde das Trinkverhalten als problematisch eingestuft. Als problematisch gilt ein Trinkverhalten, wenn mehrere Warnzeichen zusammenkommen – etwa Alkoholkonsum zur Entspannung, die Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss, Erinnerungslücken oder Konflikteim Zusammenhang mit Alkohol.



Unterschiede nach Alter, Geschlecht und Migrationshintergrund

Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen: Jungen wiesen der Erhebung zufolge häufiger ein problematisches Trinkverhalten auf als Mädchen (15,9 Prozent gegenüber 9,1 Prozent). Auch bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund lag der Anteil höher als bei Jugendlichen ohne Migrationshintergrund (16,9 Prozent gegenüber 12,0 Prozent). Besonders deutlich waren die Unterschiede nach Alter: Bei den 16- bis 17-Jährigen berichteten 21,9 Prozent von problematischem Konsum, bei den 14- bis 15-Jährigen waren es 11,6 Prozent und bei den zwölf- bis 13-Jährigen 5,0 Prozent. Kein signifikanter Zusammenhang zeigte sich hingegen mit der besuchten Schulform oder der Gesundheitskompetenz der Jugendlichen.







Aufklärung muss Jugendliche gezielt erreichen

Die Jugendphase ist eine besonders sensible Lebensphase für den Einstieg in riskantes Konsumverhalten. Da die Hirnreifung in diesem Alter noch nicht abgeschlossen ist, können die gesundheitlichen Folgen von Alkohol besonders schwer wiegen. „Die Ergebnisse machen deutlich, dass Alkoholprävention Jugendliche weiterhin gezielt erreichen muss. Die Studie zeigt, welche Gruppen besonders im Blick behalten werden sollten, und unterstreicht den Bedarf an verständlichen, zielgruppengerechten Informationsangeboten“, sagt PD Dr. med. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gesundheitswissen. Auf ihrem Portal bietet die Stiftung Gesundheitswissen kostenfreie und verständliche Informationen zu den Risiken von Alkoholkonsum und zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.



Hintergrundinformationen zur Studie

Die Ergebnisse beruhen auf der Studie„Problematic Alcohol Use Among Adolescents in Germany: Representative Cross-Sectional Study“, die 2026 im Fachjournal JMIR Public Health and Surveillance erschienen ist. Für die bundesweite Querschnittsstudie wurden 2.006 Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren in Deutschland befragt, teils online, teils in persönlichen Interviews. Problematisches Trinkverhalten wurde mit der deutschen Version des etablierten CRAFFT-Screenings erfasst. Zudem wurden soziodemografische Angaben, die wöchentliche Trinkhäufigkeit und die Gesundheitskompetenz der Teilnehmenden erhoben.Zur Anpassung der Stichprobe wurden die Daten nach zentralen soziodemografischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht und besuchter Schulform gewichtet. Der Fachartikel ist abrufbar unter: https://doi.org/10.2196/87800



Informationen zu den Risiken des Alkohols und zu problematischem Konsum:

https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/alkohol/problematischer-konsum




Jonas Windler
Referent PR und Events
Stiftung Gesundheitswissen
Friedrichstraße 134, 10117 Berlin
+4930419549224
jonas.windler(at)stiftung-gesundheitswissen.de



Original-Contentvon: Stiftung Gesundheitswissen,übermittelt durch news aktuell


Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  KörperManagement zeigt Unternehmen den strukturierten Weg zur Betrieblichen Gesundheitsförderung Aerztebuch.at: Online-Arztsuche für ganzÖsterreich
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.05.2026 - 09:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2248622
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Gesundheit & Medizin



Dieser Fachartikel wurde bisher 9 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Neue Studie zum Alkoholkonsum Jugendlicher: Prävention bleibt wichtig"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Stiftung Gesundheitswissen (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Wenn das Herz die Seele belastet ...

Herzkrankheiten verändern das Leben in vielen Bereichen und haben nicht nur körperliche Auswirkungen. Auch die Psyche leidet und körperliche Beschwerden wie Brustschmerz und Atemnot können mit Ängsten einhergehen. Im Vorfeld der European Mental ...

Alle Meldungen von Stiftung Gesundheitswissen



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.297
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 97


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.