3sat:"NANO Doku: Todesfalle Krankenhaus?"und"NANO Talk"

(ots) - Trotz Hightech- und Spitzenmedizin tragen in Deutschland jedes Jahr rund 170.000 Menschen Schäden durch vermeidbare Fehler im Krankenhaus davon. Rund 17.000 sterben infolgedessen. Ursachen können Sepsis, Resistenzen, Fehldiagnosen oder falsche Medikamente sein. Was kann die Forschung dazu beitragen, um Risiken zu reduzieren? In der"NANO Doku: Todesfalle Krankenhaus? Fehler vermeiden– Menschen retten"am Donnerstag, 7. Mai 2026, 20.15 Uhr, schaut Wissenschaftsjournalistin Jasmina Neudecker hinter die Kulissen des Krankenhausbetriebs. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Medizinethikerin Alena Buyx mit ihren Gästen im"NANO Talk: Gesundheit neu denken– welche Reformen helfen"darüber, wie das Gesundheitssystem vor dem Kollaps bewahrt werden kann. Die"NANO Doku"ist ab Sonntag, 3. Mai 2026, in der 3satMediathek zu sehen und dort bereits ab Donnerstag, 30. April 2026, als zweiteilige Doku"Endstation Krankenhaus?"(https://www.3sat.de/wissen/nano-doku/260430-thema-nano-doku-endstation-krankenhaus-ndk-100.html) verfügbar.
Neue Ansätze für mehr Patientensicherheit im Klinikalltag
Forschende und Kliniken arbeiten daran, die Sicherheit von Patientinnen und Patienten zu verbessern. Am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) soll ein vollautomatisiertes System Fehler bei der Medikamentengabe verhindern. Obwohl das Konzept seit fast zehn Jahren besteht und sich bewährt hat, setzen es bisher nur zwei Krankenhäuser vollständig um. Besonderes Risiko besteht bei einer Sepsis. Jährlich erkranken in Deutschland mindestens 230.000 Menschen daran, rund 85.000 sterben. Damit ist die Blutvergiftung die dritthäufigste Todesursache. Die meisten Betroffenen infizieren sich im Krankenhaus. Seit Anfang 2026 sind alle Kliniken in Deutschland verpflichtet, Patienten regelmäßig aufSepsis zu screenen. Die Umsetzung ist allerdings unklar. Neue Ansätze kommen aus Medizin und Forschung: An der Universitätsmedizin Greifswald wurde ein frühes Sepsis?Screening eingeführt, in Bad Soden klärt ein Modellprojekt über Symptome auf. In Rostock entwickelt ein Unternehmenein Verfahren zur Blutbehandlung und zur Stärkung des Immunsystems von Sepsis-Erkrankten. Zudem stellen resistente Krankenhaus-Keime eine ernstzunehmende Bedrohung für die Patientensicherheit dar. Neue, von Biomediziner Christophe Zimmer mithilfe von KI an der Universität Würzburg entwickelte Antibiotika sollen helfen, die Fallzahlen zu senken. Jasmina Neudecker trifft außerdem Menschen, denen teils lebensbedrohliche Therapie- und Diagnosefehler widerfahren sind. Mit ihnen spricht sie über den Umgang mit Fehlern im Gesundheitswesen. Ruth Hecker, Patientenbeauftrage am Universitätsklinikum Essen, setzt sich für eine bessere Fehlerkultur in der Medizin ein. Doch um die Patientensicherheit zu verbessern, ist auch die Politik gefragt. Christian Deindl vom Aktionsbündnis Patientensicherheit fordert ein entsprechendes Gesetz.
Gesundheitsversorgung neu denken
Das Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps: zu teuer, zu wenig Personal, schlechte Leistungen. Mit einem neuen Sparpaket sollen Milliarden eingespart werden. Doch wo auch immer Reformen ansetzen: Krankenkassen, Patientenvertreter und dieÄrzteschaft kritisieren die Pläne. Dabei geht es nicht immer nur um das Wohl der Patientinnen und Patienten. Innovative Versorgungsmodelle, Digitalisierung und eine effektivere Ressourcensteuerung könnten Auswege aus der Krise weisen. Doch ohne schmerzhafte Eingriffe wird es nicht gehen. Krankenhäuser werden schließen, und medizinische Leistungen eingeschränkt werden müssen. Wie können wir Versorgung gerechter, digitaler und zukunftsfähiger gestalten? Darüber spricht Alena Buyx im"NANO Talk"mit ihren Gästen Mirella Cacace, Professorin für Gesundheitssystemforschung an der Katholischen Hochschule Freiburg, Dietrich Grönemeyer, Professor für Radiologie und Mikrotherapie an der Universität Witten/Herdecke, sowie Christian Karagiannidis, Professor für Pneumologie und Intensivmedizinan der Universität Witten/Herdecke.
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Datum: 30.04.2026 - 12:50 Uhr
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