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NRW-Brigadegeneral warnt vor hybrider Kriegsführung Russlands:"NRW täglich Ziel von Angriffen"- Land will Infrastruktur resilienter machen

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(ots) - Köln. Der Kommandeur des Landeskommando NRW, Brigadegeneral Hans-Dieter Müller, hat vor den Folgen einer hybriden Kriegsführung der russischen Armee für die Menschen in NRW gewarnt."Drohnen-Ausspähung, Sabotage, Cyberangriffe und Störungen kritischer Infrastruktur finden täglich statt - auch in Nordrhein-Westfalen", sagte Müller im Interview mit dem"Kölner Stadt-Anzeiger"(Samstagsausgabe). Für die Bundeswehr seien Drohnenabwehrfähigkeiten von großer Bedeutung, sagte der Kommandeur."Fremde Nachrichtendienste nutzen grundsätzlich alle verfügbaren technischen Mittel, um Informationen zu erlangen", betonte Müller.

Im Falle eines Angriffs auf die Nato-Ostflanke komme NRW die Funktion einer"Drehscheibe"zu, sagte der Brigadegeneral."Wenn große Konvois alliierter Streitkräfte beispielsweise nach Polen verlegen, führt ihr Weg nicht nur durch Deutschland, sondern auch durch Nordrhein-Westfalen", sagte Müller. Sämtliche Truppenbewegungen müssten organisiert und geführt werden. Fahrzeuge müssten betankt, Soldatinnen und Soldaten verpflegt oder auch sanitätsdienstlich betreut werden können.

Vor dem Hintergrund der angespannten internationalen Lage will die schwarz-grüne Landesregierung die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr ausbauen."Seriöse Politik muss Sicherheit und Verteidigung wieder als Kernaufgabe des Staates strategisch denken", sagte der Chef der Düsseldorfer Staatskanzlei, Nathanael Liminski, dem"Kölner Stadt-Anzeiger. Vorsorge und Resilienz müssen zu einem"Teil staatlicher Normalität"werden. Ein moderner Verteidigungsfall fordere die Handlungsfähigkeit des ganzen Staates."Dazu gehören eine belastbare Verkehrsinfrastruktur, der Schutz kritischer Infrastruktur, zivile Alarmplanung, Krankenhausplanung", sagte Liminski. Dabei könne NRW von seinen Partnern in Israel und in der Ukraine lernen, betonte Liminski."Gerade mit Blick auf die Ukraine ist das ganz konkret", sagte der Chef der Staatskanzlei."Dort sehen wir, wie ein Gesundheitswesen unter Kriegsbedingungen funktionieren muss", betonte der enge Vertraute von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst.





So seien nur noch ein relativ kleiner Teil der Verwundungen an der Front klassische Schussverletzungen, bei derüberwältigenden Mehrheit handele es sich um komplexe, traumatische Sprengverletzungen."UkrainischeÄrztinnen, Ärzte und Pflegekräfte verfügen hier über Erfahrungen, die auch für uns von großem Wert sind. Damit unsere Ärzte helfen und zugleich lernen können, haben wir Partnerschaften mit Kliniken in der Ukraine geschlossen", sagte der NRW-Minister.

Zuletzt seien Klinikdirektoren aus der Partnerregion Dnipropetrowsk nach Köln gereist, wo man sie mit Klinikleitungen aus Duisburg-Essen, Münster und Köln zusammengebracht habe."Wer sich auf Krisen vorbereiten will, darf nicht nur auf das eigene Wissen vertrauen, sondern muss auch von denen lernen, die den Ernstfall bereits erleben", stellte der CDU-Politiker klar. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte in dieser Woche eine Strategie für den Kurs der Bundeswehr in einer unsicheren Weltlage vorgelegt.

NRW will den Bau von Kasernen jetzt mit einer Reform der Landesbauordnung schneller und unbürokratischer machen. Es könne"am Ende nicht von der Stimmung vor Ort abhängen", ob die Bundeswehr die Liegenschaften bekomme, die sie brauche. NRW steigert das Budget für den Militärbau von 180 Millionen Euro im Jahr 2023 auf mindestens 560 Millionen Euro im Jahr 2029.

Alle Maßnahmen hätten einen klaren Grund:"Wir bereiten uns auf den Krieg vor, um ihn zu verhindern. Das ist kein Säbelrasseln, sondern der notwendige Beitrag dazu, dass es gar nicht erst zum Ernstfall kommt", betonte der Chef der Staatskanzlei. Wladimir Putin habe Russland auf lange Sicht auf Konfrontation ausgerichtet."Vor diesem Hintergrund ist es unsere Pflicht, uns auf alle Eventualitäten einzustellen. Das ist kein abstraktes Planspiel mehr."

Das gesamte Interview mit Hans-Dieter Müller: www.ksta.de/1269011

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Datum: 25.04.2026 - 07:00 Uhr
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