InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Reimann zur GKV-Finanzstabilisierung: Maßnahmenpaket setzt richtigen Akzent, belastet Beitragszahlende aberüber Gebühr

ID: 2244315

(ots) - In einer ersten Reaktion bewertet die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, das heute von Gesundheitsministerin Nina Warken vorgestellte Maßnahmenpaket zur Stabilisierung der GKV-Finanzen:

"Es ist gut, dass jetzt Tempo gemacht wird. Gesundheitsministerin Nina Warken setzt dabei den richtigen Hauptakzent: Wenn Evidenz und Einnahmenorientierung als Leitprinzipien gelten, können die Rückkehr zum Grundsatz der Beitragssatzstabilität und die Konsolidierung der GKV-Finanzen gelingen.

Aus den 66 Vorschlägen der FinanzKommission Gesundheit will die Ministerin ein umfassendes Maßnahmenpaket schnüren, das durchgreifende Wirkung entfalten kann. Richtig ist, Fehlentwicklungen in den drei größten Ausgabenbereichen Krankenhäuser, Arzthonorare sowie Arzneimittel zu korrigieren und von allen Betroffenen einen Effizienzbeitrag einzufordern. Dazu zählen die Streichung wirkungsloser Regelungen zur schnelleren Terminvergabe und Maßnahmen zum ausufernden Pflegebudget im Krankenhaus. Dass auch die gutverdienende Pharmabranche an den Konsolidierungsanstrengungen beteiligt werden soll, ist ein wichtiges Signal. Die Dynamisierung des Herstellerrabatts auf Medikamente ist überfällig.

Mit 12 Milliarden Euro bleibt der Umfang der Maßnahmen auf Ausgabenseite allerdings hinter den Möglichkeiten zurück. Gleichzeitig schießt das Paket an anderer Stelle übers Ziel hinaus: Dass mehr als ein Drittel der angepeilten 20 Milliarden Euro Einsparungen offenbar wieder von den Beitragszahlenden aufgebracht werden sollen, halten wir für unausgewogen. Das wäre die Fortsetzung der Belastungspolitik gegenüber Beitragszahlenden, die mit den letzten Beitragssatzerhöhungen bereits in Vorleistung gegangen sind.

Die jetzt ebenfalls vorgesehenen Leistungskürzungen und zusätzliche Belastungen für die Versicherte und Arbeitgeber wie etwa höhere Zuzahlungen, die Einschränkung der beitragsfreien Mitversicherung oder Einschnitte beim Krankengeld für Versicherte sind aus unserer Sicht nicht erforderlich, wenn man sich auf die Begrenzung der Ausgaben bei den großen Kostentreibern im Gesundheitswesen konzentriert. Nach Jahren der einseitigen Belastung von Versicherten und Unternehmen lehnen wir es ab, wieder zusätzliches Geld von Beitragszahlenden in Höhe von acht Milliarden Euro ins Gesundheitswesen zu pumpen.





Allein die Maßnahmen bei den drei großen Kostenblöcken Krankenhäuser, Arzneimittel und Arzthonorare könnten die Ausgaben um rund 17,4 Mrd. Euro im Jahr 2027 und 21,4 Mrd. Euro im Jahr 2028 senken. Damit könnte die prognostizierte Finanzlücke für die nächsten beiden Jahre vollständiggeschlossen werden, ohne die Beiträge noch weiter anheben zu müssen."

Ihr Ansprechpartner in der Pressestelle:

Dr. Kai Behrens
Telefon: 030 / 34646-2309
Mobil: 01520 / 1563042
E-Mail: presse(at)bv.aok.de


Original-Content von: AOK-Bundesverband,übermittelt durch news aktuell


Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Sysmex Europe eröffnet offiziell seinen neuen Campus in Hamburg und setzt damit neue Maßstäbe für zukunftsorientierte Arbeitsumgebungen GKV-Spargesetz schwächt Pharmastandort massiv
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.04.2026 - 14:46 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2244315
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Gesundheit & Medizin



Dieser Fachartikel wurde bisher 6 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Reimann zur GKV-Finanzstabilisierung: Maßnahmenpaket setzt richtigen Akzent, belastet Beitragszahlende aberüber Gebühr"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

AOK-Bundesverband (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von AOK-Bundesverband



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.294
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 73


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.