ChemCologne setzt neuen Branchenmaßstab: Einheitliche Qualifikationsstandards für Flanschenmontierende stärken Sicherheit, Qualität und Effizienz

(PresseBox) - Der ChemCologne-Arbeitskreis"Flanschverbindungen"hat ein gemeinsames Statement zur gegenseitigen Anerkennung qualifizierter Flanschenmontierenden erarbeitet. Nach fast einem Jahr intensiver Zusammenarbeit haben die technischen Fachleute aus den Chemieunternehmen der Region einen einheitlichen Mindset-Standard geschaffen, der die Sicherheits- und Qualitätskultur in der Chemie nachhaltig stärkt. Die Initiative wurde maßgeblich von Vertretern von Braskem, Shell, LyondellBasell und INEOS in Köln vorangetrieben und setzt ein deutliches Zeichen für mehr Kooperation in der Branche.
Flanschverbindungen gehören zu den sicherheitsrelevantesten Komponenten industrieller Rohrleitungssysteme. Fehlerhafte Montage kann zu Leckagen, Umweltbeeinträchtigungen oder wirtschaftlichen Schäden führen. Entsprechend groß ist der Bedarf an eindeutigen Kriterien für die Qualifikation jener Personen, die solche Verbindungen montieren. Das veröffentlichte Statement definiert einheitliche Mindestanforderungen an Schulungen, Prüfungen und Dokumentation und legt fest, dass die beteiligten Unternehmen diese gegenseitig anerkennen.
Bereits während der fachlichen Abstimmungsrunden wurde deutlich, wie relevant diese Harmonisierung für den industriellen Alltag ist. Christian Knollmann, Maintenance Leader von Braskem, betont dies aus Sicht der betrieblichen Sicherheit: „Mit der gegenseitigen Anerkennung der zusätzlichen Kompetenzüberprüfung bereits qualifizierter Flanschenmontierenden schaffen wir einen substanziellen Mehrwert für die Sicherheit unserer Anlagen, besonders im Zuge des Onboardings bei Großabstellungen. Doppelstrukturen werden reduziert und die Effizienz erhöht, wodurch mehr Raum für dieUnterweisung betriebsspezifischer Besonderheiten geschaffen wird – ein Plus an Sicherheit für alle Beteiligten.“
Im Zentrum der Initiative steht ein einheitlicher theoretischer und praktischer Kompetenztest auf Basis der DIN EN 1591?4 sowie eine fünfjährige Gültigkeit des Qualifikationsnachweises, dokumentiert im DGMK*?Sicherheitspass. Ergänzende Schulungen können unternehmensspezifisch erforderlich sein und werden zusätzlich dokumentiert. Für Markus Richter, Team Lead MMI Projects&Mechanical von Shell, ist dies ein entscheidender Schritt:„Leckagevermeidung ist einer der wichtigsten Hebel für mehr Sicherheit in unseren Anlagen. Einheitliche Anforderungen und transparente Prüfstandards sorgen dafür, dass wir dieses Ziel gemeinsam und konsequent erreichen.“
Neben den sicherheitsrelevanten Vorteilen erleichtert die gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen die interne Organisation: Flanschmontierende müssen Schulungen und Prüfungen nicht mehrfach bei den teilnehmenden Unternehmen absolvieren. Prozesse werden dadurch verschlankt und der Einsatz der dienstleistenden Firmen deutlich erleichtert.
Die Partnerunternehmen schaffen ein harmonisiertes System, das Effizienz erhöht und Qualität langfristig sichert. Antonio Ling, Reliability Manager bei LyondellBasell, betont die Bedeutung dieser Entwicklung: „Ein gemeinsames, klar definiertes Qualifikationsniveau ist mehr als ein technischer Standard, es ist Ausdruck einer gelebten Zusammenarbeit. Es unterstützt unsere Transformation, stärkt unser First Time Right-Prinzip und schafft ein hohes Maß an Vertrauen. Einheitliche Anforderungen geben Montierenden und Dienstleistungsunternehmen Orientierung, beschleunigen Abläufe und erhöhen die Effizienz im täglichen Arbeiten. Dieses abgestimmte Vorgehen stiftet nachhaltiges Vertrauen über Unternehmens- und Werksgrenzen hinweg und erleichtert unseren Alltag spürbar.“
Die beteiligten Unternehmen sehen das Statement als Auftakt für eine breitere Brancheninitiative. Dr. Christof Riewenherm, Leiter Zentraler Asset Service bei INEOS in Köln: „Die vorliegende Absichtserklärung ist ein erster Schritt. Unser Ziel ist es, weitere Unternehmen ins Boot zu holen und einen branchenweiten Standard zu etablieren, der dauerhaft Sicherheit und Qualität erhöht.“
Der ChemCologne-Arbeitskreis lädt interessierte Unternehmen ein, der Initiative beizutreten – vorbehaltlich der Zustimmung der bereits beteiligten Firmen. Ziel ist es, langfristig eine gemeinsame und anerkannte Basis für die Qualifikation von Flanschenmontierenden in der Region zu schaffen.
ChemCologne ist eine Initiative mit dem Ziel, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Chemie-Region weiterzuentwickeln und sie bei in- und ausländischen Investoren noch bekannter zu machen. ChemCologne wird gefördert und unterstützt von den Chemieunternehmen der Region, dem Arbeitgeberverband Chemie Rheinland, Städten und Kreisen derRegion, drei Industrie- und Handelskammern, der Bezirksregierung Köln, Hochschulen, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes NRW.Global Business sowie der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Die ChemCologne-Region erstreckt sich von Krefeld bis Bonn und von Aachen bis Wuppertal. Sie zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Agglomeration sowohl von Chemie- und Industrieparks sowie bedeutender Industrieunternehmen als auch Bildungsinstituten wie Hochschulen und Akademien aus. Sie ist mit mehr als 20 Prozent des gesamten deutschen Chemieumsatzes die stärkste Chemieregion Europas.
ChemCologne ist eine Initiative mit dem Ziel, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Chemie-Region weiterzuentwickeln und sie bei in- und ausländischen Investoren noch bekannter zu machen. ChemCologne wird gefördert und unterstützt von den Chemieunternehmen der Region, dem Arbeitgeberverband Chemie Rheinland, Städten und Kreisen der Region, drei Industrie- und Handelskammern, der Bezirksregierung Köln, Hochschulen, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes NRW.Global Business sowie der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Die ChemCologne-Region erstreckt sich von Krefeld bis Bonn und von Aachen bis Wuppertal. Sie zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Agglomeration sowohl von Chemie- und Industrieparks sowie bedeutender Industrieunternehmen als auch Bildungsinstituten wie Hochschulen und Akademien aus. Sie ist mit mehr als 20 Prozent des gesamten deutschen Chemieumsatzes die stärkste Chemieregion Europas.
Datum: 30.03.2026 - 10:45 Uhr
Sprache: Deutsch
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