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Verdienste in vielen Ausbildungsberufen im Handwerk unter dem Durchschnitt

ID: 2240238

(ots) -
- Der durchschnittliche Verdienst aller Personen mit Ausbildungsabschluss lag im April 2025 bei 4 125 Euro, im Handwerk lag der Verdienst häufig darunter
- Beschäftigte mit Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss verdienten überdurchschnittlich
- Interaktiver Gehaltsvergleich zeigt Einfluss von Beruf, Branche, Ausbildung und weiteren Faktoren auf die Verdienstmöglichkeiten

Vollzeitbeschäftigte mit anerkannter Berufsausbildung verdienten im April 2025 durchschnittlich 4 125 Euro brutto. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verdienten Beschäftigte in Ausbildungsberufen des Handwerks dagegen häufig unterdurchschnittlich. So erhielten vollzeitbeschäftigte Maurerinnen und Maurer durchschnittlich 3 910 Euro. Friseurinnen und Friseure verdienten durchschnittlich 2 470 Euro und somit über 1 500 Euro weniger als der Durchschnitt aller Beschäftigten mit Ausbildungsabschluss. Werkzeugmechanikerinnen und Werkzeugmechaniker verdienten im April 2025 mit 4179 Euro brutto hingegen leicht überdurchschnittlich und damit mehr als anderthalbmal so viel wie Friseurinnen und Friseure (2 470 Euro). Alle Angaben beziehen sich auf abhängig Beschäftigte, nicht auf Selbstständige.

Beschäftigte mit Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss verdienten 621 Euro mehr als der Durchschnitt aller Personen

Die Wahl des Berufs ist nicht der einzige Einflussfaktor auf den Verdienst. Höhere Bildungsabschlüsse führen im Regelfall auch zu höheren Verdiensten der Beschäftigten. Im April 2025 erhielten Vollzeitbeschäftigte ohne einen beruflichen Ausbildungsabschluss durchschnittlich 3 432 Euro und damit rund 693 Euro weniger als Beschäftigte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (4 125 Euro). Wer einen Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss vorweisen konnte, kam im Durchschnitt auf 5 405 Euro und damit auf 621 Euro mehr als der Gesamtdurchschnitt aller Personen (mit und ohne Bildungsabschluss). Mit einem Bachelorabschluss betrug der Verdienst 5 289 Euro, während mit einem Masterabschluss rund 1 730 Euro mehr erzielt wurden (7 019 Euro). Bei promovierten oder habilitierten Beschäftigten lag der durchschnittliche Verdienst bei 9 476 Euro.





Interaktiver Gehaltsvergleich berücksichtigt auch den Einfluss von Branche, Berufserfahrung und weiteren Faktoren auf den Verdienst

Neben Beruf und Ausbildungsabschluss beeinflussen auch andere Faktoren wie die Branche oder die mit dem Alter gewonnene Berufserfahrung den erzielten Verdienst. Der interaktive Gehaltsvergleich des Statistischen Bundesamtes (www.destatis.de/gehaltsvergleich) berücksichtigt solche Faktoren und liefert dadurch individuell zugeschnittene Informationen zu den Verdiensten in einzelnen Berufen.

Die interaktive Anwendung nutzt die Daten der Verdiensterhebung für April 2025 und gibt für individuelle Profile Schätzungen des Bruttomonatsverdienstes aus. So können die Nutzerinnen und Nutzer zum Beispiel sehen, ob sie mit ihrer Ausbildung in einer anderen Branche mehr verdienen würden oder ob es sich lohnt, eine Meisterprüfung anzustreben. Auch zur Vorbereitung auf Gehaltsverhandlungen oder zur Orientierung, welche Berufswahl finanziell besonders vorteilhaft ist, können sie den Gehaltsvergleich nutzen. Dazu werden Beruf, Branche, Ausbildungsabschluss sowie andere stellen- und personenbezogene Merkmale ausgewählt. Für das individuelle Profil zeigt die Anwendung den geschätzten durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst an.

Methodische Hinweise:

Die Daten stammen aus der Verdiensterhebung 2025 und beziehen sich auf den April des Jahres. Steuerpflichtige Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld werden hier nicht mit abgebildet. Es werden ausschließlich abhängige Beschäftigungsverhältnisse erfasst.

Bei den abgebildeten Ausbildungsberufen aus dem Handwerk handelt es sich um eine beispielhafte Auswahl. Angaben zu den Verdiensten aller Berufe für Vollzeitbeschäftigte stehen in der Datenbank GENESIS-Online (Tabelle 62361-0030) zur Verfügung.

In dieser Pressemitteilung werden als Durchschnittswerte der Verdienste die jeweiligen arithmetischen Mittel angegeben. Das arithmetische Mittel bezeichnet den Quotienten aus der Summe aller Werte und deren Anzahl. Der Median hingegen ist der Wert, der eine Verteilung halbiert. Entsprechend liegen 50 % der Werteüber beziehungsweise unter dem Median. Angaben zum arithmetischen Mittel und Median der Verdienste in unterschiedlichen Berufen sind ebenfalls in der Datenbank GENESIS-Online (Tabelle 62361-0030) zu finden.

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

Weitere Auskünfte:
Verdienststatistik
Telefon: +49 611 75 3541
www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:

Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44


Original-Content von: Statistisches Bundesamt,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 25.03.2026 - 08:00 Uhr
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