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Gemeinsam gegen Adipositas / Adipositas-Versorgung: Stigmafreie Begegnung und verlässliche Strukturen sind Schlüssel zum Erfolg

ID: 2236526

(ots) - Adipositas ist heute medizinisch so effektiv behandelbar wie nie zuvor - dennoch erreicht dieser Fortschritt viele Betroffene in der täglichen Praxis nicht. Das zeigen aktuell veröffentlichte Umfragen von Civey und DocCheck im Auftrag von Lilly Deutschland: Während das therapeutische Potenzial wächst, verhindern Kommunikationshürden und fehlende Strukturen den nachhaltigen Erfolg. Ziel ist es nun, diese Versorgungslücken durch einen stigmafreien Dialog und verlässliche Rahmenbedingungen zu schließen.

Deutschland steht in der Adipositas-Versorgung vor einem entscheidenden Schritt. Während die moderne Medizin wirksame Therapieoptionen bereithält, offenbaren aktuelle Umfragen¹ ² eine deutliche Diskrepanz zwischen verfügbaren Möglichkeiten und der gelebten Praxis. Es zeigt sich, dass der Therapieerfolg allzu oft nicht an mangelndem Willen der Betroffenen oder fehlenden Behandlungsmöglichkeiten scheitert, sondern an Stigma, Kostenbarrieren und dem Fehlen strukturierter Angebote.

Hürden abbauen: Für eine Behandlung auf Augenhöhe

Die Civey-Umfrage verdeutlicht unter Menschen mit Adipositas eine erhebliche Resignation: 43 % der Betroffenen, die noch nicht wegen ihrer Adipositas behandelt wurden, sehen derzeit auch"keinen Grund für einen Arzttermin". Ausschlaggebende Gründe sind Hoffnungslosigkeit (24 %) und die Sorge, mit ihrem Anliegen nicht ernst genommen zu werden (16 %). Besonders Frauen erleben die Kommunikation oft als Hürde - fast jede vierte befragte Patientin nimmt Gespräche in der Praxis als verletzend oder stigmatisierend wahr.

Um die Versorgung für Menschen mit Adipositas zu verbessern, stehen drei zentrale Handlungsfelder im Fokus:


- Stigmafreie Begegnung fördern: Eine vorurteilsfreie Atmosphäre in der ärztlichen Betreuung ist die Grundvoraussetzung, um Ängste abzubauen und Betroffenen den Weg zurück in eine professionelle Behandlung zu ebnen. Eine respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe muss dabei zum Standard werden.




- Umfassende Aufklärung sicherstellen: Informationen durch die Behandlungsteams müssen über reine Lebensstilratschläge hinausgehen. 37 % der befragten Menschen mit Adipositas wünschen sich explizit Aufklärung über das gesamte Spektrum moderner Therapien, um gemeinsam mit dem medizinischen Fachpersonal fundierte Therapieentscheidungen treffen zu können. Derzeit erhalten jedoch zwei Drittel der Betroffenen lediglich Empfehlungen zu Bewegung und Sport.
- Verlässliche Versorgungsstrukturen etablieren: Patient:innen benötigen einen dauerhaften, niedrigschwelligen Zugang zu kompetenter Betreuung und langfristiger Begleitung. Verbindliche Standards wie ein Disease-Management-Programm (DMP) Adipositas müssen etabliert werden, um eine bedarfsgerechteVersorgung zu garantieren.

Ärztliche Perspektive: Dialogpotenziale nutzen

Ein Hindernis in der Versorgung sind oft unterschiedliche Wahrnehmungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Während 61 % der Ärzt:innen die Kosten für die Patient:innen als Hürde für eine medikamentöse Therapie sehen, bewerten die Betroffenen selbst diesen Punkt mit 36 % deutlich seltener als entscheidendes Hindernis. Moderne Therapieoptionen werden meist erst auf explizite Nachfrage derPatient:innen (81 %) angeboten. Auch auf der Kommunikationsebene gibt es Klärungsbedarf: Resignation und Rückzug aus Sorge vor Stigmatisierung seitens der Betroffenen kann auf ärztlicher Seite fälschlicherweise als mangelnde Motivation (27 %) interpretiert werden. Diese wechselseitigen Barrieren gilt es durch einen offenen, wertschätzenden Dialog zu durchbrechen.

Systemische Gleichstellung: Handlungsbedarf in der Politik

Damit medizinischer Fortschritt alle erreicht, müssen auch die politischen Rahmenbedingungen angepasst werden. Dazu gehört:


- Aufhebung der Lifestyle-Klausel: Die Diskriminierung von Adipositas-Betroffenen durch den§ 34 SGB V muss enden. Die Erstattung notwendiger Therapien darf nicht länger vom privaten Budget abhängen, sondern muss sich am medizinischen Bedarf orientieren.
- Prävention von Folgekosten: Der Zugang zu evidenzbasierten Therapien ist eine Investition in die Stabilität des Gesundheitssystems. Die Übernahme von Therapiekosten verhindert teure Spätfolgen und sichert eine nachhaltige Versorgungsgerechtigkeit.
- DMP Adipositas als Standard: Um die aktuelle Behandlungsträgheit (Clinical Inertia) zu durchbrechen, ist die flächendeckende Einführung strukturierter Behandlungsprogramme Voraussetzung. Nur so wird eine leitliniengerechte und nachhaltige Versorgung garantiert.

Weitere Informationen zu Adipositas: https://de.lilly.com/meinwegmitadipositas

¹ Umfrage durchgeführt von Civey im Auftrag von Lilly Deutschland: 4500 befragte Bundesdeutsche ab 18 Jahren mit Adipositas (BMI>30); 1.500 Personen (BMI>30), die aufgrund ihres Gewichts keinen Arzt aufgesucht haben, 1000 Personen (BMI>30) mit Arztbesuch, 1000 Personen (BMI>30). Befragungszeitraum Zeitraum 07.11.25 bis 05.12.25

² Basis: n=100 ndgl. Hausärzt*innen; Feldzeit: 07.11.-21.11.2025; Institut: DocCheck Insights

CMAT-14091 Februar 2026

Über Lilly

Lilly verbindet Fürsorge mit Forschergeist, um Medikamente zu entwickeln, die das Leben von Menschen verbessern. Seit fast 150 Jahren leisten wir Pionierarbeit, erzielen wissenschaftliche Durchbrüche und haben Therapieoptionen für einige der schwierigsten Gesundheitsprobleme gefunden. Heute helfen unsere Medikamente Millionen von Menschen auf der ganzen Welt.

Mit Erkenntnissen aus den Bereichen Biotechnologie, Chemie und Genetik treiben unsere Wissenschaftler:innen neue Entdeckungen voran, um einige der größten gesundheitlichen Herausforderungen der Welt zu lösen. So arbeiten sie daran, die Behandlung von Diabetes immer weiter zu optimieren, Adipositas zu behandeln und deren gravierende Langzeitfolgen einzudämmen, den Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit voranzubringen, Lösungen für folgenschwere Störungen des Immunsystems zu finden und schwer zu behandelnde Krebsarten in beherrschbare Krankheiten zu verwandeln.

Bei jedem Schritt auf dem Weg zu einer gesünderen Welt geht es uns vor allem um eines: das Leben von Millionen Menschen zu verbessern. Das bedeutet auch, dass wir klinische Studien durchführen, die die Vielfalt unserer Welt abbilden. Und wir setzen uns dafür ein, dass unsere Medikamente weltweit zugänglich und bezahlbar sind.

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