InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Deutschland investiert zu wenig in KI-Kompetenz: Studie fordert industrielle Qualifzierungsoffensive

ID: 2236442

Allianz der Chancen sieht strukturelle Defizite bei KI-Weiterbildung und legt Praxisleitfaden für eine professionelle Umsetzung vor


(LifePR) - Deutschlands KI-Offensive droht an fehlender Qualifizierungsarchitektur zu scheitern. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie„Corporate AILearning“, die die Amadeus Fire Group im Auftrag der Allianz der Chancen durchgeführt hat. Sie diagnostiziert ein strukturelles Missverhältnis zwischen Technologie-Investitionen und systematischer Kompetenzentwicklung - mit unmittelbaren Folgen für Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des jüngsten Netzwerktreffens der Allianz der Chancen in Berlin vorgestellt, bei dem mehr als 100 Personalvorstände und HR-Verantwortliche über KI-Qualifizierung als Standortfaktor diskutierten.Die Allianz der Chancen ist eine branchenübergreifende Initiative führender Unternehmen, die Impulse für Wettbewerbsfähigkeit und eine moderne Arbeitswelt in Deutschland setzt. Grundlage der Studie sind KI-gestützte Tiefeninterviews mit HR-Verantwortlichen aus Mitgliedsunternehmen verschiedener Branchen und Größenklassen.Zwar sehen 91 Prozent der befragten Unternehmen KI als zentral für ihr Geschäftsmodell, 82 Prozent planen höhere Investitionen. Gleichzeitig investieren aber nur 25 Prozent in naher Zukunft substanziell in die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden. Rund 80 Prozent können die Wirkung ihrer Qualifizierungsmaßnahmen nicht belastbar messen.„Wir investieren Milliarden in KI-Technologie - aber ohne eine messbare und skalierbare Kompetenzstrategie bleiben Produktivitätseffekte Zufall“, sagt Monika Wiederhold, Vorstand der Amadeus Fire Group und innerhalb der Allianz der Chancen verantwortlich für Corporate AI Learning. „Wenn Qualifizierung nicht systematisch organisiert wird, verliert der Wirtschaftsstandort an Wettbewerbsdynamik.“Strukturelle DefiziteIm internationalen Vergleich liegt Deutschland bei der KI-Nutzung zurück: 2025 nutzten lediglich 26 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten entsprechende Technologien, bei Großunternehmen sind es 57 Prozent. Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus von Pilotprojekten hin zur breiten Implementierung generativer und zunehmend autonomer KI-Systeme.Damit steigen die Anforderungen an die Belegschaften erheblich. Mitarbeitende müssen KI-Anwendungen steuern, bewerten und in Prozesse integrieren. Tatsächlich haben bislang nur rund 20 Prozent der Berufstätigen in Deutschland eine KI-Schulung im Unter-nehmen erhalten. 70 Prozent berichten von keinem entsprechenden Angebot. In den Unternehmen selbst zeigen sich ähnliche Muster: Es fehlen verbindliche Kompetenzmodelle, Lernzeit und systematische Erfolgsmessung. Viele Initiativen bleiben im Pilotstatus.Politische HandlungsfelderAn die Adresse von Politik und Verwaltung gerichtet, benennt die Studie im Rahmen eines Positionspapiers vier politische Handlungsfelder:Rechtssichere Experimentierräume für KI-AnwendungenVerbindliche Integration von KI-Kompetenzen in Ausbildung und WeiterbildungSteuerliche Anreize sowie kofinanzierte Programme insbesondere für den MittelstandBeschleunigte Verfahren für risikoarme KI-Learning-AnwendungenPraxisleitfaden für die UmsetzungÜber die Problemanalyse hinaus legen die Macher der Untersuchung einen begleitenden Praxisleitfaden vor, der auch als Bauplan für Corporate AI Learning verstanden werden kann. Er beschreibt, wie Unternehmen KI-Qualifizierung strategisch verankern und operationalisieren können. Ausgangspunkt ist nicht die Schulung selbst, sondern eine klare Priorisierung:  Welche Geschäftsprozesse bieten das größte Produktivitätspotenzial? Welche Rollen benötigen vertiefte Kompetenzen? Wie lassen sich diese innerhalb eines definierten Zeitraums aufbauen?Der Leitfaden skizziert zentrale Erfolgsfaktoren - von Führungsverankerung und Govenance über rollenspezifische Lernpfade bis zur unmittelbaren Integration von KI-Tools in den Arbeitsalltag. Besonderes Gewicht erhält die Wirkungsmessung: Erst wenn Nutzung und konkrete Zeitgewinne systematisch dokumentiert werden, entsteht ein belastbarer Business Case.Methodischer AnsatzDie Amadeus Fire Group setzte für die Untersuchung auf einen „Agentic Action Research“-Ansatz. Ein KI-Agent führte adaptive Tiefeninterviews mit HR-Verantwortlichen der Mitgliedsunternehmen. Die Ergebnisse wurden durch Fach- und Wissenschaftsexperten validiert („Human-in-the-Scientific-Loop“) und mit internationalen Adoptionsdaten abgeglichen. Zum Einsatz kam die Technologie der Amadeus Fire-Tochter eduBITES.Die vollständigen Studienergebnisse mit Positionspapier und Praxisleitfaden finden SieHIER.Über Amadeus FireDie börsennotierte Amadeus Fire Group (ISIN: DE0005093108, Prime Standard) mit Hauptsitz in Frankfurt am Main ist einer der führenden Anbieter für Personaldienstleistungen und berufliche Weiterbildung in Deutschland. Der Fokus liegt dabei auf der Vermittlung spezialisierter Fach- und Führungskräftesowie auf der Aus- und Weiterbildung im kauf-männischen und im IT-Bereich. Zeitarbeit, Personalvermittlung, Interim- und Projektmanagement zählen zu den angebotenen Dienstleistungen im Segment Personaldienstleistungen sowie geförderte, praxisorientierte Schulungen für Privatpersonen und Unternehmen im Segment der Weiterbildung.Weitere Infos zur Amadeus Fire Group unter:https://group.amadeus-fire.de/



Weitere Infos zu diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Profi-Tipps für gelungene Fotos mit der Smartphone-Kamera: Soüberzeugen Sie auf Messen und Events / Ein Webinar der news aktuell Academy Professionelles Software-Testmanagement: ISTQB Advanced Level Test Management Seminar in Nürnberg
Bereitgestellt von Benutzer: LifePR
Datum: 09.03.2026 - 11:14 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2236442
Anzahl Zeichen: 5522

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Frankfurt am Main



Kategorie:

Bildung & Beruf



Dieser Fachartikel wurde bisher 12 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Deutschland investiert zu wenig in KI-Kompetenz: Studie fordert industrielle Qualifzierungsoffensive"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

KC3 Köpers Corporate&Crisis Communications GmbH (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von KC3 Köpers Corporate&Crisis Communications GmbH



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.291
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 82


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.