Gesundheit von Frauen: Krankenhausbehandlungen wegen Endometriose in zehn Jahren um 50 % gestiegen

(ots) -
- Im Vergleich zu 2014: Weniger stationäre Behandlungen im Jahr 2024 wegen eines Myoms der Gebärmutter (-27 %) und wegen einer Gebärmuttersenkung (-5 %)
- Häufigste Gründe für Krankenhausaufenthalte 2024 bei Frauen: Herzkrankheiten, Verletzungen und Vergiftungen sowie Entbindungen
- Todesursachen bei Frauen 2024: 35 % Herz-Kreislauferkrankungen, 21 % Krebs
Am Weltfrauentag stehen Gleichberechtigung und Rechte von Frauen im Mittelpunkt - auch mit Blick auf die Gesundheit. Betrachtet man häufige gynäkologische Erkrankungen im Zeitvergleich, zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen bei den Krankenhausbehandlungen. Die Zahl der stationären Behandlungen von Endometriose in Deutschland ist binnen zehn Jahren um 50,1 % gestiegen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Waren es im Jahr 2014 gut 25 100 Behandlungen, lag diese Zahl im Jahr 2024 bei gut 37 700 Behandlungen. Grund für diesen hohen Anstieg kann nicht nur ein höheres Krankheitsaufkommen sein, sondern möglicherweise auch ein verstärktes Bewusstsein für die Krankheit bei Patientinnen sowie Ärztinnen und Ärzten. Gut neun von zehn Patientinnen (91,1 %), die 2024 mit Endometriose im Krankenhaus behandelt wurden, waren zwischen 20 und 49 Jahren alt. Andere häufige gynäkologische Erkrankungen, die zu Klinikaufenthalten führen können, sind Myome der Gebärmutter unddie Gebärmuttersenkung. Aufgrund eines Myoms der Gebärmutter wurden 2024 gut 48 700 Frauen im Krankenhaus behandelt. Das waren 26,6 % weniger als 2014 (66 300). Knapp die Hälfte der Patientinnen (48,4 %) im Jahr 2024 war 40 bis 49 Jahre alt. Auch die Zahl der Behandlungen einer Gebärmuttersenkung (Genitalprolaps) ist binnen zehn Jahren zurückgegangen (-4,6 %): Von gut 48 300 Patientinnen im Jahr 2014 auf 46 100 im Jahr 2024. Krankenhausbehandlungen aufgrund einer Gebärmuttersenkung gab es vor allem bei älteren Frauen: Knapp drei Viertel (72,6 %) der Patientinnen waren älter als 60 Jahre.
Frauen am häufigsten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Verletzungen und Vergiftungen sowie zur Entbindung im Krankenhaus
Zu den häufigsten Gründen für einen stationären Krankenhausaufenthalt von Frauen zählten 2024 Herz-Kreislaufkrankheiten wie etwa Herzinsuffizienz oder Vorhofflimmern (12,8 % aller Patientinnen), Verletzungen und Vergiftungen - wie beispielsweise der Bruch des Oberschenkelknochens - (10,4 %) sowie Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (9,4 %). Bei Männern waren Herz-Kreislauferkrankungen der Grund für 16,9 % aller Krankenhausaufenthalte, danach waren es Krankheiten des Verdauungssystems (10,8 %) sowie Verletzungen und Vergiftungen (9,7 %).
Mehr als die Hälfte der Todesfälle bei Frauen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs
Bei den Ursachen für Todesfälle zeigen sich teilweise deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Gut ein Drittel (35,4 %) aller Todesfälle bei Frauen im Jahr 2024 waren auf Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zurückzuführen. Dies war nach wie vor die häufigste Todesursache bei Frauen. 178742 Frauen starben 2024 an Herz-Kreislaufkrankheiten und somit mehr als Männer (160 470 Todesfälle), bei denen dies 31,9 % aller Todesfälle ausmachte. Bei 21,1 % aller Todesfälle von Frauen war der Grund eine Krebserkrankung, das waren 106 774 Todesfälle. Dort lag die Zahl bei Männern mit 123 618 Gestorbenen höher. Krebserkrankungen waren für ein Viertel (24,6 %) aller Todesfälle bei Männern verantwortlich.
Lebenserwartung von Frauen knapp fünf Jahre höher als bei Männern
Gesundheitliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern schlagen sich auch in der Lebenserwartung nieder. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt betrug in Deutschland im Jahr 2024 für Frauen 83,5 Jahre und für Männer 78,9 Jahre. Frauen haben somit eine um 4,6 Jahre höhere durchschnittliche Lebenserwartungals Männer. Als maßgebliche Gründe für die steigende Lebenserwartung gelten gestiegener Wohlstand und eine verbesserte gesundheitliche Versorgung. Die Geschlechterunterschiede sind auch auf Unterschiede im Gesundheitsverhalten von Frauen und Männern zurückzuführen, beispielsweise beim Tabakkonsum, bei Bewegung, Ernährung, riskantem Verhalten oder den Arbeitsbedingungen.
Methodische Hinweise:
Die Angaben zu Krankenhausbehandlungen und Todesfällen basieren auf der Krankenhausstatistik beziehungsweise auf der Todesursachenstatistik. Bei den Daten aus der Krankenhausstatistik handelt es sich jeweils um die Zahl der stationären Behandlungsfälle. Mehrfachzählungen einer Person sind möglich, falls die Patientin oder der Patient in einem Jahr aufgrund der gleichen Hauptdiagnose mehrfach stationär behandelt wurde.
Endometriose wird unter dem ICD-10-Code N80 geführt, Myom der Gebärmutter unter der ICD-10 D25 (Leiomyom des Uterus) und die Gebärmuttersenkung unter dem ICD-10 Kode N81 (Genitalprolaps bei der Frau).
Weitere Informationen:
Daten zu Sterbefällen, Todesursachen und Diagnosen der stationären Krankenhausbehandlungen nach Altersgruppen, Geschlecht und weiteren Merkmalen sind auch in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes verfügbar.
Weitere Daten zu Auswirkungen des Geschlechts auf die Gesundheit bietet die Themenseite"Gleichstellungsindikatoren".
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