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Roche eröffnet neues Hightech-Innovationszentrum für 300 Millionen Euro in Bayern

ID: 2230994

(ots) -
- Roche investiert 300 Millionen Euro in ein Innovationszentrum für Diagnostikforschung und -entwicklung in Penzberg.
- Hightech-Neubau ist Teil von Roches Investitionsagenda von mehr als 3,5 Milliarden Euro seit 2020 in Deutschland.
- Dank intelligenter Vernetzung, vollautomatisierter Prozesse und hochmoderner Robotik wird die Entwicklungszeit von zentralen Schritten der Testentwicklung um 30 Prozent reduziert.
- Roche senkt den Energiebedarf um 70 Prozent im Vergleich zu früheren Labor-Generationen und ermöglicht einen CO2-freien Betrieb.

Datengesteuert, automatisiert und nachhaltig: Roche eröffnet in Penzberg eines der modernsten Entwicklungszentren für Diagnostika weltweit. Rund 300 Millionen Euro hat Roche seit dem Baustart im Februar 2022 in den rund 23.000 Quadratmeter großen Neubau investiert. Der Hightech-Bau ist Teil von Roches langfristiger Investitionsagenda in Deutschland: Seit 2020 flossen mehr als 3,5 Milliarden Euro in die deutschen Roche-Standorte, davon rund die Hälfte nach Penzberg. Künftig finden auf einer Fläche von drei Fußballfeldern gut 1.000 der rund 7.700 Mitarbeitenden des Standorts eine neue Heimat für die Diagnostikforschung und -entwicklung der Zukunft. Roche arbeitet hier an hochinnovativen In-vitro-Diagnostika für die Bereiche Neurologie, bspw. Alzheimer und Multiple Sklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionskrankheiten sowie an spezifischen Testverfahren für die personalisierte Medizin. Das Unternehmen setzt damit ein starkes Signal für den Innovationsstandort Deutschland sowie die Umsetzung der europäischen Pharma- und MedTech-Strategie. In Anwesenheit von Ministerpräsident Markus Söder, Bundesminister des Innern Alexander Dobrindt, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär, Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe und der Geschäftsführung der deutschen Standorte von Roche wurde das Innovationszentrum am 12. Februar 2026 offiziell eingeweiht.





"Unsere Investition in Penzberg ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland", sagt Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe."Indem wir Forschungsideen schneller in die Marktreifeüberführen, stärken wir gezielt die Wettbewerbsfähigkeit Europas und leisten einen wichtigen Beitrag zur resilienten Gesundheitsversorgung in einem zunehmend volatilen globalen Umfeld. Roche geht damit in Vorleistung und erwartet, dass die Bundesregierung die richtigen Maßnahmen trifft, um das Ziel ihres Koalitionsvertrags zu erreichen, Deutschland zu einem führenden Pharma- und Biotechstandort zu machen."

Alexander Dobrindt, Bundesinnenminister:"Das neue Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg steht für den Sprung in die Zukunft der Diagnostik: Forschung, Fortschritt und Verantwortung aus Deutschland für Patienten weltweit. Diagnostische Innovation braucht verlässliche Vorgaben, klare Prozesse und koordinierte Rahmenbedingungen - dann stärkt sie Gesundheit, Gesellschaft und die Wettbewerbsfähigkeit Europas."

Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt:"Mit der Hightech Agenda Deutschland bringt die Bundesregierung Deutschland technologisch auf das nächste Level. Dafür fokussieren wir gezielt auf sechs Schlüsseltechnologien. So stärken wir Deutschland als führenden Innovationsstandort und können als Magnet für Talente und Investitionen wirken. Eine dieser Schlüsseltechnologien ist die Biotechnologie. Sie ermöglicht sowohl moderne Therapeutika als auch innovative Diagnostik. Diagnostik ist der Ausgangspunkt der modernen Medizin. Je genauer die Diagnostik, desto personalisierter die Therapie. Mit dem neuen Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg setzt Roche ein starkes Signal. Es verbindet exzellente Forschung mit Wertschöpfung, stärkt die technologische Souveränität und stellt entscheidende Weichen für den Innovations- und Gesundheitsstandort Deutschland."

Starkes Investment in Zukunftstechnologien

Mit dem neuen Diagnostik-Innovationszentrum setzt Roche seine strategische Investitionsagenda in Deutschland weiter konsequent um und unterstützt damit die Ziele der Hightech-Agenda des Bundesforschungsministeriums. In der letzten Dekade investierte das Unternehmen mehr als eine halbe Milliarde Euro - Jahr für Jahr. Damit solche Investitionen dauerhafte Wirkung entfalten und Standorte wie Penzberg ihre Rolle als globale Innovationszentren langfristig ausfüllen können, fordert Roche verlässliche politische Rahmenbedingungen. Dazu gehören Planungssicherheit, effiziente Genehmigungsprozesse, ein schneller Marktzugang und eine angemessene Vergütung medizinischer Innovationen.

Die Investitionen von Roche fließen in Innovationen für eine effizientere, patientenzentrierte und präventive Gesundheitsversorgung, in der die Diagnostik das Fundament der modernen Medizin ist. Denn etwa 70 Prozent aller medizinischen Entscheidungen basieren auf diagnostischen Ergebnissen. Aber nur etwa 3 Prozent der Gesundheitsausgaben fließen in diesen Bereich. Gerade angesichts des steigenden Drucks auf die Krankenkassen ist eine frühe Diagnose jedoch der entscheidende Hebel, um Heilungschancen zu verbessern und die Kosten für weitere medizinische Versorgung zu senken.

Weitere Informationen:

Proben per Knopfdruck: eine neue Effizienz in der Labor-Landschaft

In seinem Hightech-Neubau, der im Juni 2026 vollständig in Betrieb genommen wird, setzt Roche konsequent auf Digitalisierung, Automatisierung und moderne Robotik. Dafür wurden rund 630 Kilometer Datenkabel verlegt - das entspricht in etwa der Fahrstrecke von Penzberg nach Berlin. Zusätzlich sorgen über 4.400 intelligente Sensoren und digitale Statusanzeigen für volle Transparenz: Sie erfassen den Energieverbrauch, die Belegung der Arbeitsplatzbelegung sowie den Status der Geräte in Echtzeit. So entstehen innovative digitale Lösungen wie ein volldigitales Management der Laborgeräte, Hochdurchsatz- Pipettiersysteme und automatisierte Transportsysteme zur Probenlogistik. Herzstück des Gebäudes ist der vollautomatisierte"Cube", ein zentrales Probenlager, in dem 2,5 Millionen biologische Proben bei minus 80 Grad Celsius gelagert werden. Sie bilden die Grundlage für die Entwicklung neuer Tests, die Optimierung bestehender Verfahren und sorgen dafür, dass Diagnosen zuverlässig, schnell und reproduzierbar sind. Dank des Cubes stehen den Forschenden diese Proben nun jederzeit in gleichbleibend hoher Qualität und zudem vollautomatisiert per Knopfdruck zur Verfügung - ganz ohne lange Vorlaufzeiten. Außerdem digitalisiert, automatisiert und parallelisiert Roche zahlreiche Schritte der Einsatzstoffentwicklung. So werden Entwicklungsabläufe beschleunigt, die Qualität der Reagenzien erhöht und Entwicklungszeiten von Tests und diagnostischen Einsatzstoffen signifikant verkürzt. Gleichzeitig gewinnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehr Zeit für ihre Forschungsarbeit. Innovationen gelangen so schneller vom Labor in die medizinische Praxis - das ist ein entscheidender Vorteil, wenn es darum geht, Krankheiten früher zu erkennen und Therapien gezielter einzusetzen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das frühere Diagnosen, passgenaue Therapien und einen schnelleren Zugang zu medizinischen Innovationen.

Weniger Geräte, mehr Austausch

Die hohe Automatisierung und digitale Vernetzung im Neubau setzen sich in der räumlichen Gestaltung fort: Statt klassischer Abteilungsstrukturen setzt Roche auf prozessbasierte Laborwelten, in denen Teams über Fachbereichsgrenzen hinweg enger zusammenarbeiten und Equipment gemeinsam nutzen. Zudem fördert die Verbindung von kurzen Wegen und innovativen Arbeitsmitteln mit der inspirierenden Mischung aus Kunst und Architektur den Austausch. Dieses Prinzip setzt sich in den Bürobereichen fort: Ein tätigkeitsbasiertes Bürokonzept mit offenen Strukturen, Atrium, verbindenden Brücken sowie bewusst gestalteten Zonen für sowohl Austausch als auch konzentriertes Arbeiten lassen Innovationen schneller entstehen.

70 Prozent weniger Energieverbrauch dank CO2-freiem Forschungsbetrieb und nachhaltigen Baustoffen

Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt Roche im neuen Innovationszentrum für Forschung und Entwicklung Maßstäbe. Der Bürotrakt wurde in Holz-Hybridbauweise errichtet und zählt zu den größten Projekten dieser Art in Bayern. Über sieben Stockwerke hinweg entsteht so eine hochflexible Forschungslandschaft, die ressourcenschonende Bauweise und energieeffizienten Betrieb zusammenbringt. Ein intelligentes Energiemanagement sowie die Nutzung bestehender Energie- und Versorgungssysteme am Standort - wie der Einsatz eines Niedertemperaturnetzwerks aus Abwärme oder einer Photovoltaikanlage mit 130 Kilowatt-Peak elektrischer Gesamtleistung auf dem Dach des Gebäudes - ermöglichen einen CO2-freien Betrieb. Gegenüber vergleichbaren Laborgebäuden früherer Generationen wird der Energiebedarf so um rund 70 Prozent reduziert. Das ist ein wichtiger Beitrag zum klimafreundlichen Forschungsbetrieb, stärkt den Standort langfristig und unterstützt die globalen Roche-Nachhaltigkeitsziele, bis 2045 vollständig klimaneutral zu werden.

Hinweis: Weitere Fotos zur Einweihung finden Sie im Laufe des Tages auf unserer Multimedia-Seite (https://www.roche.de/presse/medien-highlights/leap-einweihung-2026/download-bereich-einweihung-diagnostik-innovationszentrums-in-penzberg). Ergänzende Informationen zum neuen Diagnostik-Innovationszentrum Penzberg sind in der digitalen Pressemappe (https://www.roche.de/presse/medien-highlights/leap-einweihung-2026/einweihung-diagnostik-innovationszentrums-in-penzberg) hinterlegt.

Pressekontakt:

Ferdinand von Reinhardstoettner
Sites Network Communications Germany
Roche Diagnostics GmbH
Mobile: +49 152 3694 3826
Mail: ferdinand.von_reinhardstoettner(at)roche.com

Dr. Johannes Ritter
Sites Network Communications Germany
Roche Diagnostics GmbH
Mobile: +49 174 3386 784
Mail: johannes.ritter(at)roche.com


Original-Content von: Roche Diagnostics GmbH,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 12.02.2026 - 10:00 Uhr
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Penzberg



Kategorie:

Gesundheit & Medizin



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