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Motivation als Schlüssel für wirksamen Arbeitsschutz

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(ots) - Um sicheres Verhalten im Unternehmen zu verankern, braucht es mehr als Regeln und Unterweisungen: Motivation, Beteiligung und Anerkennung von Beschäftigten spielen eine zentrale Rolle, erklärt die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

Häufig sind es Routinen, Zeitdruck oder unterschätzte Risiken, die zu gefährlichen Situationen oder Unfällen am Arbeitsplatz führen. Gerade deshalb ist Prävention entscheidend."Ein moderner Arbeitsschutz setzt darauf, Beschäftigte aktiv einzubinden und ihr sicherheitsgerechtes Verhalten wertzuschätzen", sagt Frank Göller, Präventionsleiter der BG ETEM.

Vision einer unfallfreien Welt

Wenn Beschäftigte aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer beruflich bedingten Erkrankung ausfallen, verursacht das für Unternehmen hohe Kosten: Sie müssen zum Beispiel Produktionsausfälle hinnehmen und fehlendes Personal kompensieren. Zusätzlich entstehen langfristige wirtschaftliche Nachteiledurch höhere Fehlzeiten, sinkende Produktivität, Know-how-Verlust und mögliche Image- sowie Haftungsschäden.

Viele Unternehmen orientieren sich im Arbeitsschutz an der sogenannten Vision Zero. Sie ist die Leitidee einer Arbeitswelt ohne tödliche oder schwere Unfälle und Berufskrankheiten. Dahinter steht ein klarer Anspruch: Kein Unfall ist hinnehmbar, jeder Schaden ist vermeidbar.

Um diese Ziel zu erreichen, ist Prävention von Unternehmensseite wichtig - und die Einsicht jedes Einzelnen, dass sicheres und gesundes Verhalten sich auszahlt. Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa unsichere Situationen frühzeitig erkennen und melden, lässt sich dadurch Schlimmeres verhindern.

Ein entscheidender Hebel ist dabei die Motivation: Wer Gefährdungen meldet, Kolleginnen und Kollegen anspricht oder sich besonders für Sicherheit und Gesundheit einsetzt, trägt aktiv dazu bei, Unfälle zu verhindern. Unternehmen können solches Engagement mit Anreizsystemen fördern.





Einfach, sichtbar, wirksam

Erfolgreiche Anreizsysteme im Arbeitsschutz zeichnen sich durch Klarheit und Einfachheit aus. Statt komplizierter Regelwerke braucht es verständliche Kriterien, Vertrauen in die Entscheidung der Führungskräfte und eine unmittelbare Rückmeldung. Besonders wirksam sind Anreize, die sichtbar und greifbar sind - sie regen zum Gespräch an und halten das Thema Sicherheit präsent, auch über den Arbeitsplatz hinaus.

Zugleich stärken solche Ansätze die Präventionskultur insgesamt: Beschäftigte melden häufiger Beinaheunfälle und Verbesserungspotenziale, Führungskräfte übernehmen aktiv Verantwortung, und Unternehmen gewinnen wertvolle Hinweise, um Arbeitsbedingungen gezielt sicherer zu gestalten. So wird aus Arbeitsschutz kein reines Pflichtthema, sondern ein gemeinsames Anliegen.

Podcast anhören und mehr Informationen

Um ein Praxisbeispiel für ein Arbeitsschutz-Anreizsystem geht es in der neuen Folge von"Ganz sicher", dem Podcast der BG ETEM für Menschen mit Verantwortung. Zu Gast ist Magnus Magnusson, Programmleiter Vision Zero bei der Dräger Safety AG in Krefeld. Dort können Beschäftigte mit sicherheitsbewusstem Verhalten, das über das erwartbare Maß hinausgeht, Münzeln sammeln - sogenannte Safety Coins. Magnussonerklärt im Gespräch mit Moderatorin Katrin Degenhardt, wie genau das System funktioniert, wie es die Sicherheitskultur im Betrieb voranbringt und warum echte Münzen zum Sammeln aus seiner Sicht besser funktionieren als ein digitales Punktesystem.

Der Podcast der BG ETEM ist auf der Webseite der BG ETEM unter der Adresse www.bgetem.de/ganzsicher zu finden. Ebenso bei Spotify, YouTube Music, Deezer, RTL+, Pocket Casts sowie Apple Podcasts. Zur Folge"Incentives im Arbeitsschutz: Motivation in Münzform"geht es hier (https://www.bgetem.de/presse-aktuelles/themen-und-geschichten/podcasts/folge-48-incentives-im-arbeitsschutz-motivation-in-muenzform).

Hintergrund BG ETEM

Die BG ETEM ist die gesetzliche Unfallversicherung für rund vier Millionen Beschäftigte in gut 200.000 Mitgliedsbetrieben. Sie kümmert sich um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den Mitgliedsbetrieben sowie um Rehabilitation und Entschädigung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Für ihre Mitgliedsunternehmen übernimmt die BG ETEM die Haftung für die gesundheitlichen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten gegenüber den Beschäftigten und stellt diese auch untereinander von der Haftung frei.

Pressekontakt:

Christian Sprotte
Pressesprecher
Telefon: +49 221 3778-5521 (Zentrale: - 0)
Telefax: +49 221 3778-25521
Mobil: +49 175 260 73 90
E-Mail: sprotte.christian(at)bgetem.de

Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse
Hauptverwaltung
Gustav-Heinemann-Ufer 130
50968 Köln

www.bgetem.de


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Datum: 13.01.2026 - 09:29 Uhr
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Kategorie:

Gesundheit & Medizin



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