Mitteldeutsche Zeitung: zu Koalition
(ots) - Man wünschte sich jene Courage, jene Bereitschaft,
ungewöhnliche Wege zu verfolgen und Risiken einzugehen, die Angela
Merkel in der Ukraine-Krise zeigt, auch in ihrer Innenpolitik. Doch
da haben sich Union und SPD auf eine Politik des kleinsten
gemeinsamen Nenners verständigt. Es ist (bis auf die Energiewende)
eine Politik, die nicht über die Frist der Wahlperiode hinausschaut.
Alles zielt auf die Sicherung des Bestehenden. Das ist angesichts der
Stürme, die jenseits dieser in vieler Hinsicht seligen Insel der
Deutschen wüten, womöglich nachvollziehbar, und es erklärt auch die
verbreitete Zufriedenheit mit der Koalition und ihrer Kanzlerin. Aber
es wird am Ende zu wenig sein, um die Zukunft ähnlich erfreulich zu
gestalten.
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Hartmut Augustin
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Datum: 25.02.2015 - 18:03 Uhr
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