Mitteldeutsche Zeitung: zu Charlie Hebdo
(ots) - Es ist pervers, wenn die Täter ein angeblich
göttliches Gesetz für ihre inhumanen Machtgelüste beanspruchen. Und
wenn die Terroristen - wie berichtet - mit der Parole "Allah ist
groß" das Feuer auf ihre Opfer eröffnet haben, haben sie in Wahrheit
das Glaubensbekenntnis des Islams in sein Gegenteil verkehrt: Ein
Gott, in dessen Name so etwas geschieht, ist ein Nichts. Und groß
sind allein der Unverstand der Täter, das Unrecht, das sie begehen.
Noch nicht einmal die Spur einer Rechtfertigung kann der Hinweis
sein, dass die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" mit islam-kritischen
Beiträgen immer wieder an die Grenzen des Anstands und des guten
Geschmacks gerührt - um nicht zu sagen: sie überschritten - hat.
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Hartmut Augustin
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Datum: 07.01.2015 - 19:40 Uhr
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