Hier lohnt sich der Immobilienkauf

04.03.2010 - 15:04 | 168379


Artikel von Karoline Völler

Deutschland weist regionale Unterschiede bezüglich Verdienst und Immobilienpreis auf – wo lohnt sich der Immobilienkauf?

Auch zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung ist Deutschland noch in vielerlei Hinsicht geteilt. Dieses Ungleichgewicht zeigt sich auch im Vergleich Hauspreis zu Bruttoverdienst. In den neuen Bundesländern ist die Differenz zwischen Bruttoverdienst und Immobilienpreis generell niedriger als im früheren Bundesgebiet. Sachsen-Anhalt ist Spitzenreiter, aber auch in Thüringen und Brandenburg geben die Einwohner im Durchschnitt weniger als das Dreifache ihres Jahresgehalts für den Hauskauf aus. Am größten ist die Diskrepanz zwischen Einkommen und Immobilienangebotspreis in Schleswig-Holstein. Dort müssen die Einwohner über das Vierfache ihres Einkommens für den Erwerb einer Immobilie ausgeben. Das bedeutet im nördlichsten Bundesland eine größere finanzielle Bürde für Familien, die sich den Traum vom eigenen Haus mit Garten erfüllen wollen.

Der durchschnittliche Bruttoverdienst für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im 3. Quartal 2009 im früheren Bundesgebiet (inklusive Berlin) bei 3.409 Euro und in den neuen Ländern bei 2.570 Euro. Hochgerechnet auf ein Jahr ergeben diese Werte 40.908 Euro bzw. 30.840 Euro.
Hessen führt die Liste mit einem Bruttomonatsverdienst von 3.706 Euro im dritten Quartal an und Mecklenburg-Vorpommern ist mit 2.509 Euro das Schlusslicht.

Ließe sich vom durchschnittlichen Bruttoverdienst auf den Immobilienpreis im jeweiligen Bundesland schließen, wäre Mecklenburg-Vorpommern mit seinen wunderschönen abgelegenen Ostsee-Stränden und der herrlichen Seenplatte die erste Adresse für alle Wohnungssuchenden und Immobilienkäufer.

Leider geht die Rechnung nicht ganz auf. Die Angebotspreise für Immobilien lagen in Mecklenburg-Vorpommern im Januar 2010 zwar unter den Bundesdurchschnitt, allerdings gibt es noch Bundesländer, in denen Immobilien günstiger erworben werden können. Die niedrigsten Angebotspreise für Häuser und Wohnungen lagen im Januar mit durchschnittlich 85.000 Euro am niedrigsten in Thüringen. Damit liegt das Bundesland an zweiter Stelle im Vergleich Bruttoeinkommen zu Immobilienpreis. Die günstigsten Immobilien im Vergleich zum Durchschnittseinkommen kann man als Bewohner von Sachsen-Anhalt erwerben. Dort liegt der Durchschnittspreis für ein Haus bei 86.000 Euro und das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen beträgt 30.732 Euro.



Wie teuer sind Immobilien im Vergleich zum Einkommen in den wohlhabenderen Gegenden? Bei Deutschlands gehobenen Gegenden denkt man an Städte wie Baden-Baden, die Region am Starnberger See oder das Viertel Blankenese in Hamburg. Allerdings liegen die Gehälter in Baden-Württemberg, Bayern und der Stadt Hamburg mit über 40.000 Euro pro Jahr auch über dem Durchschnitt. So können sich die Bewohner dieser Bundesländer ein Haus oder eine Wohnung im Wert von etwa 160.000 Euro einfacher leisten. Am meisten muss man in Deutschland im Vergleich zum Einkommen für eine Immobilie in Schleswig-Holstein bezahlen, dicht gefolgt von Sachsen.
Die Immobilienpreise in Hamburg und Baden-Württemberg liegen weit über dem Bundesdurchschnitt von 135.428 Euro pro Immobilie, allerdings sind sie auf den nachfolgenden Plätzen drei und 5 zu finden. Auf Platz vier befindet sich die Stadt Bremen.

Hessen, das Bundesland mit dem höchsten Durchschnittsverdienst befindet sich auf Platz 12. Thüringen und Sachsen-Anhalt sind zwar im Vergleich des Einkommens mit dem Immobilienpreis günstiger, aber die Hessen profitieren bei der Immobiliensuche nicht nur im eigenen Bundesland. Sie können sich mit dem hohen Durchschnittsverdienst ein Feriendomizil im benachbarten Thüringen oder in den Alpen leisten.

Die Immobilienpreise sowie das Einkommen liegen in den neuen Bundesländern im Durchschnitt niedriger als im früheren Bundesgebiet, im Einzelfall lohnt es sich aber, die Lage genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Vor- / Nachname: Karoline Völler


Art des Artikels: Fachartikel
Freigabedatum: 04.03.2010
Veröffentlichung: Veröffentlichung
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