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Westdeutsche Zeitung: Negativzinsen - So würde der Sparer noch mehr gebeutelt
Ein Kommentar von Peter Kurz

ID: 990054

(ots) - Hinter den Gedankenspielen zu Negativzinsen auf
das von den Geschäftsbanken bei der Europäischen Zentralbank geparkte
Geld mögen gute Absichten stecken. Damit müssten die Banken eine Art
Verwahrgebühr bezahlen. Das Druckmittel Negativzins soll sie dazu
bringen, das Geld - statt es zu horten - in die Wirtschaft zu pumpen.
Aber die Nebenwirkungen dieser von der Europäischen Zentralbank
angedachten Medikation wären unüberschaubar.

Was, wenn die Geschäftsbanken den Schwarzen Peter einfach an den
Sparer weiterreichen? Dies müsste nicht mal in Form eines negativen
Zinses auf Sparguthaben geschehen. Das Geld ließe sich auch subtiler
mit erhöhten Kontoführungsgebühren hereinholen.

Schon die jetzige Niedrigzinspolitik, die das Vermögen der Sparer
kontinuierlich vernichtet, führt zu Verwerfungen. Und es sind ja
nicht nur die Sparvermögen, es betrifft genauso der Deutschen liebste
Geldanlage, die Lebensversicherungen. Wie sollen die Unternehmen auf
Dauer die Renditeansprüche ihrer Versicherten erfüllen, wenn sie
andererseits mit den eingesammelten Prämien keine adäquaten Werte
erwirtschaften können?

Das Installieren eines Negativzinses - noch sind es nur
Gedankenspiele - würde immer mehr Sparer in riskantere Anlageformen
treiben. Dabei erscheint der Aktienmarkt mit seinen beinahe täglich
vermeldeten Höchstständen schon jetzt überhitzt. Diese haben doch
weniger etwas mit dem Wert der Unternehmen als mit spekulativem
Kapitaleinsatz zu tun. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis
das glitzernde Gebäude zusammenbricht. Ebenso der vermeintlich
sichere Immobilienhafen: Die Baufinanzierung ohne Eigenkapital, für
manch einen in Niedrigzinszeiten eine große Verlockung, ist
andernorts schon reichlich schief gegangen. Immobilienblasen in den
USA, Irland oder Spanien - alles schon wieder vergessen?





Ein Negativzins muss dem Sparer auch mit Blick auf die doch immer
propagierte private Altersvorsorge zynisch vorkommen. Er wäre eher
das Signal: Denk nicht an morgen, hau alles auf den Kopf. Das mag
zwar der Wirtschaft im Jahr 2014 nutzen. Für die Zukunft der
Gesellschaft aber wäre es katastrophal.



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Westdeutsche Zeitung
Nachrichtenredaktion
Telefon: 0211/ 8382-2370
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Datum: 28.11.2013 - 19:44 Uhr
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