Badische Neueste Nachrichten: Abschied in Kiel
(ots) - Susanne Gaschke ist sich keiner Schuld bewusst:
Nicht wegen des rechtswidrigen Steuer-Deals nahm sie ihren Hut,
sondern weil sie die politischen Angriffe auf ihre Person nicht mehr
ertragen konnte. Anstatt sich in Selbstmitleid zu ergehen, hätte die
Kieler Oberbürgermeisterin lieber viel früher die Kommunalverfassung
im nördlichsten Bundesland studiert. Die Aufsichtsbehörde stellte der
Oberbürgermeisterin nämlich ein vernichtendes Urteil über das teure
"Entgegenkommen" aus. Auch in anderen Kommunen hätte das
Stadtoberhaupt seinen Posten räumen müssen, wenn ähnliches
vorgefallen wäre. Gewiss, als Seiteneinsteiger ist einem vielleicht
nicht jeder Paragraf sofort präsent, aber der gesunde
Menschenverstand sollte einem nicht abhandengekommen sein. Wer sich
die Vorgeschichte des Steuer-Deals anschaut, kann nur den Kopf
schütteln. Da braucht es keine besonderen Kieler Verhältnisse und
keine im Hintergrund agierenden Seilschaften, um das unrühmliche Ende
eines Ausflugs in die Kommunalpolitik einzuläuten. Dass zwischen
Nord- und Ostsee Grabenkämpfe an der Tagesordnung sind und dass nicht
immer mit offenem Visier gekämpft wird, weiß man schon seit langem.
Den Intrigantenstadl gibt es nicht nur im fernen Bayern. Für die
Oppositionsparteien in der Kieler Ratsversammlung und im Landtag von
Schleswig-Holstein ist der Fall Gaschke ein gefundenes Fressen.
Endlich gehen die Wogen nicht nur vor dem Deich hoch, sondern auch
einmal in der Politik.
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Datum: 28.10.2013 - 23:48 Uhr
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