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Westdeutsche Zeitung: Mietpreisbremse kann helfen =
von Madeleine Gullert

ID: 935328

(ots) - Wohnen wird in vielen Großstädten zum Luxus -
auch in Nordrhein-Westfalen. Wer in Köln oder Düsseldorf eine Wohnung
mieten möchte, muss einen immer größeren Teil seines Einkommens dafür
aufbringen. Geht die Entwicklung so weiter, leben irgendwann nur noch
Besserverdienende in den Städten. Zustände wie in London oder Paris
sind aber nicht wünschenswert, weil sie zu Ghettoisierung führen. Die
Mittelschicht in den Außenbezirken, die Reichen in der City.

Schuld daran sind beispielsweise die Kommunen: Sie haben die
rasant steigenden Mieten vielerorts durch Privatisierung von
Immobilien erst ermöglicht.

Auf der anderen Seite gibt es zu wenig Wohnraum. Laut
Wohnungsmarktreport sind 97 Prozent der Wohnungen in NRW belegt -
wenn auch mit regionalen Unterschieden. Während ländliche Gebiete wie
das Sauerland ausbluten, zieht es die Menschen in die Großstadt. Das
Häuschen im Grünen passt nicht mehr zum Zeitgeist. Die Menschen
wollen in den Städten mit einer guten Versorgung leben.

Natürlich bestimmen auch auf dem Wohnungsmarkt Angebot und
Nachfrage den Preis. Das führt etwa dazu, dass Menschen ein
ehemaliges Arbeiterviertel, das plötzlich modern ist, verlassen
müssen, weil sie sich ihre "Heimat" nicht mehr leisten können. Sie
ziehen weg, weil die Immobilien aufgekauft, restauriert und somit
teurer werden. Bei einer Neuvermietung beklagt der Mieterbund
Preissteigerungen von 30 Prozent. Das ist schlichtweg unmoralisch.

Möglich machen diese Praktik deutsche Gesetze. Bei neuen
Mietverträgen können Vermieter die Miete nach Belieben erhöhen. Der
Gesetzgeber setzt ihnen (noch) keine Obergrenze.

Hohe Mieten, die Angst, das Dach überm Kopf zu verlieren, bedrohen
die Menschen existenziell. Kein Wunder, dass das Thema im Wahlkampf
eine Rolle spielt. Das Zauberwort heißt Mietpreisbremse - da sind




sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr Herausforderer Peer
Steinbrück (SPD) ausnahmsweise einig. Insbesondere für die
Ballungsräume könnte die Mietpreisbremse den rasanten Anstieg
abmildern. Doch das allein reicht nicht. Vielmehr müssen Anreize etwa
für den sozialen Wohnungsbau geschaffen werden.



Pressekontakt:
Westdeutsche Zeitung
Nachrichtenredaktion
Telefon: 0211/ 8382-2370
redaktion.nachrichten(at)westdeutsche-zeitung.de
www.wz-newsline.de

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Datum: 29.08.2013 - 19:32 Uhr
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