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Badische Neueste Nachrichten: Rätselraten

ID: 920999

(ots) - Altgediente Diplomaten können sich nicht
erinnern, dergleichen schon einmal erlebt zu haben: Die USA haben 21
Botschaften in den islamischen Ländern zwischen Mauretanien und
Bangladesch geschlossen, Deutschland, Frankreich und Großbritannien
ihre diplomatischen Vertretungen in der jemenitischen Hauptstadt
Sanaa, in der die Terrorgefahr offenbar am größten ist. Über die
Motive gibt es nur vage Anhaltspunkte. Al Qaida soll eine
Anschlagsserie vorbereitet haben, wie sich aus einer Vielzahl
überwachter Telefonate und E-Mails offenbar ergeben hat. Es war die
Vielzahl der Kontakte innerhalb nur kurzer Zeit, die den
amerikanischen Geheimdienst CIA auf den Plan gerufen und überdies zu
einer zusätzlichen Sicherheitswarnung von Interpol geführt hat. Es
sei ernst, heißt es in Washington allenthalben. Präsident Obama ist
auch ein gebranntes Kind, was den Tod des Botschafters in Bengasi vor
einem Jahr angeht. Ansonsten darf spekuliert werden. Hängen die
verstärkten Aktivitäten der Islamisten mit dem Ende des Fastenmonats
Ramadan oder dem Ausbruch Tausender Gefangener aus libyschen und
irakischen Haftanstalten zusammen? Will Al Qaida gar blutige Rache
für die tödlichen Drohnenangriffe der USA im Jemen nehmen, die ihr
das Wirken in ihrem mittlerweile zweitwichtigsten Unterschlupf nach
Pakistan erschweren? Oder hat alles vielleicht damit zu tun, dass
Islamisten, wie die Muslimbrüder in Ägypten und vergleichbare
Organisationen in Tunesien und Libyen, verstärkt auf den Widerstand
säkularer Kräfte stoßen? Lange können solch durchaus verständliche
Fragen nicht unbeantwortet bleiben, soll der ohnehin durch die
grenzenlose Tätigkeit des US-Geheimdienstes NSA ramponierte Ruf der
Obama-Administration nicht weiteren Schaden nehmen. Sicher, aus der
Sicht der für die Sicherheit Verantwortlichen ist Vorsicht allemal




geboten. Lieber eine Warnung zu viel als eine zu wenig, sagt man sich
dort. Aber ist der Gedanke, der übrigens aus Washington kommt,
tatsächlich so abwegig, dass die Terrorwarnung vielleicht nur vom
Wirbel um die NSA-Aktivitäten ablenken soll? Denn klarer als durch
erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme auf das Personal und die
Besucher von Botschaften kann die Notwendigkeit weltweiter
Überwachung der elektronischen Kommunikationswege nicht unterstrichen
werden. Da mögen die Terrorwarnungen jetzt gerechtfertigt sein oder
auch nicht.



Pressekontakt:
Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
Telefon: +49 (0721) 789-0
redaktion.leitung(at)bnn.de

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Datum: 04.08.2013 - 21:34 Uhr
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