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Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR
Lammerts Promotion im Visier
Maßlos überschätzt
ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN

ID: 918575

(ots) - Natürlich gilt für Norbert Lammert die
Unschuldsvermutung. Doch die bisherigen Erfahrungen mit der
Plagiatsjagd im Internet zeigen, dass die Vorwürfe meistens nicht
widerlegt werden konnten. Es könnte also sein, dass ein Norbert
Lammert vor fast 40 Jahren in seiner Doktorarbeit schludrig
gearbeitet hat. Wenn es denn so gewesen sein sollte, handelt es sich
um einen Fehler. Man darf nicht abschreiben. Das lernen die Kinder zu
Recht schon in der Schule. Und wissenschaftliche Standards sollten
auch eingehalten werden. Aber es gibt schlimmere Fehler, die ein
Mensch im Laufe seines Lebens machen kann. Und vor allem hat diese
Doktorarbeit nicht das Geringste damit zu tun, wie Lammert das Amt
des Bundestagspräsidenten ausfüllt. Dass er in den Augen vieler
Abgeordneter, egal welcher parteipolitischer Couleur, ein überaus
engagierter Verteidiger parlamentarischer Rechte ist und seinen Job
einfach sehr gut macht, ist nach wie vor wahr. Selbst wenn er eines
Tages seinen Doktortitel zurückgeben müsste, ändert das nichts an
seiner Befähigung zum Amt des Bundestagspräsidenten. Ein Rücktritt
wäre deshalb unsinnig. Hierzulande werden Doktortitel sowieso maßlos
überschätzt. Zu viele promovieren. Nicht immer, weil sie der Welt
tatsächlich etwas gänzlich Neues mitzuteilen hätten, sondern weil sie
das Renommee lockt oder das erhoffte zusätzliche Geld im Job. Es wäre
die ureigene Aufgabe der Universitäten, dieser Promotionsschwemme
einen Riegel vorzuschieben. Und die sogenannten Doktorväter oder
-mütter müssten für die Einhaltung der akademischen Standards sorgen.
Die Schuld nur auf die Studenten abzuladen ist zu einfach. Es wäre an
der Zeit, aus den zahlreichen Plagiatsaffären allgemeine Schlüsse zu
ziehen. Damit anonyme "Jäger" im Internet nicht die Macht bekommen,
die sie heute leider haben.





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Telefon: 0521 555 271
nachrichten(at)neue-westfaelische.de

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Datum: 30.07.2013 - 20:50 Uhr
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