Rheinische Post: Mursi muss bleiben
(ots) - Die Szenen von Aufruhr und Gewalt, die sich in
Ägypten abspielen, wirken wie eine Neuauflage der Revolution von
2011, als Präsident Hosni Mubarak gestürzt wurde. Nun auch seinen
Nachfolger Mohammed Mursi zu verjagen, kann aber nicht die Lösung
sein. Gewiss, der Protest ist mehr als verständlich: Mursi hat in
seinem ersten Amtsjahr Ägyptens Probleme weiter verschlimmert,
besonders in Wirtschaftsfragen erwies sich der Kandidat der
Muslimbrüder als völlig inkompetent. Ehrgeiz zeigte der Präsident nur
beim Versuch, seine demokratisch errungene Macht mit allerlei
undemokratischen Tricks in alle Ewigkeit zu zementieren. Trotzdem
würde Mursis Sturz dem Land heute mehr schaden als nutzen; Ägypten
könnte endgültig ins Chaos abgleiten. Mursi muss daher im Amt
bleiben, wenigstens vorerst. Aber Bedingung ist, dass er endlich auf
seine Gegner zugeht, Zugeständnisse macht und sich nicht länger wie
ein selbstgerechter Pascha aufführt. Dass seine Regierung zu bröseln
beginnt, dass nun auch die Armee ein Ultimatum stellt, ist eine
Warnung für Mursi. Die vielleicht letzte.
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Datum: 01.07.2013 - 19:48 Uhr
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