InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Westdeutsche Zeitung: Verdacht auf Terrorangriff mit Modellflugzeugen - Kühlen Kopf bewahren
Ein Kommentar von Peter Lausmann

ID: 897910

(ots) - Modellflugzeuge, die, mutmaßlich mit tödlicher
Fracht, per GPS-Navigation auf Anschlagsziele losgeschickt werden -
das klingt perfide und hinterhältig. Ein Grund für gesteigerte Unruhe
ist es aber nicht. Sicher: Deutschland ist nach wie vor im Visier des
internationalen Terrorismus. Das ist nicht neu, und entsprechend
besonnen sollte man darauf reagieren. Konkret heißt das: die Mittel
im Kampf gegen den Terror weiterhin gut abwägen, die Gesellschaft
nicht in Gut und Böse unterteilen und vor allem Pauschalurteile
vermeiden.

Die Fakten sprechen dafür, dass in Süddeutschland mit kühlem Kopf
agiert wurde: Niemand sitzt in Untersuchungshaft, es wird betont,
dass sich die mutmaßlichen Anschlagspläne im Anfangsstadium befanden,
obwohl man die Verdächtigen bereits seit mehr als einem Jahr
beobachtete.

Nachdem es in den vergangenen Jahren unter anderem in den USA und
Spanien Pläne für Anschläge mittels Modellflugzeugen gab, ist eine
gewisse Aufmerksamkeit sinnvoll. Allerdings ist auch klar: Nicht
jeder Bastler und Modellfreund ist auch automatisch ein Terrorist.
Ebenso, wie nicht jeder arabische oder muslimische Student, der sich
an deutschen Universitäten technisch oder naturwissenschaftlich
bildet, dabei den "Heiligen Krieg" - den sogenannten Dschihad - im
Sinn hat.

Die Sicherheitsbehörden haben die mutmaßlichen Täter frühzeitig im
Visier gehabt und die wichtigen Mosaiksteine offenbar richtig
zusammengesetzt, um weitere Schritte zu verhindern. Jetzt in
Misstrauen zu verfallen und künstlich Panik zu schüren, hieße, dem
islamistischen Terror in die Hände zu spielen.

Wenn sich der Verdacht gegen die Gruppe erhärten sollte, ist das
ein Erfolg für die Sicherheitsbehörden, der für Vertrauen in der
Bevölkerung sorgt. Und doch ist es wichtig, dass auch die Bürger




gegenüber den Fahndungsmethoden und Machtbefugnissen der Behörden
kritisch bleiben. Die USA haben gezeigt, wie schnell die Freiheit
schwindet, wenn man allein in Gut und Böse denkt und alle Macht in
die Hände des Systems gibt. Deutschland ist auf einem guten Weg, es
besser zu machen und entsprechend abzuwägen. Deshalb gilt auch nach
den Razzien: Besonnen bleiben!



Pressekontakt:
Westdeutsche Zeitung
Nachrichtenredaktion
Telefon: 0211/ 8382-2370
redaktion(at)wz.de
www.wz-newsline.de

Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Mitteldeutsche Zeitung: zu Klimazielen und Pkw Südwest Presse: KOMMENTAR ·  EKD
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.06.2013 - 19:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 897910
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Düsseldorf


Telefon:

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 129 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Westdeutsche Zeitung: Verdacht auf Terrorangriff mit Modellflugzeugen - Kühlen Kopf bewahren
Ein Kommentar von Peter Lausmann
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westdeutsche Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Kommentar: Die USA sind verloren / zu Trump und den Folgen ...

Von Lothar LeuschenDie Ereignisseüberschlagen sich. Nur wenige Stunden, nachdem die USA angekündigt hat, die Unterstützung der Ukraine im Verteidigungskampf gegen Russland abzubrechen, kommt ebenso aufgeschreckt wie unausgegoren aus der Union in D ...

WZ-Kommentar zu: Lars Klingbeil ist neuer SPD-Fraktionschef ...

Der, auf den es ankommtVon Lothar LeuschenNormalerweise wäre es eine Randnotiz, dass Lars Klingbeil am Mittwoch im Otto-Wels-Saal des Reichstagsgebäudes zum neuen Vorsitzenden der SPD-Fraktion gewählt worden ist. Aber in diesen Tagen ist nichts me ...

Alle Meldungen von Westdeutsche Zeitung



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.290
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 97


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.