Badische Neueste Nachrichten: Brachiale Gewalt
(ots) - Der türkische Regierungschef Erdogan lässt die
Muskeln spielen: Mit Tränengas und Wasserwerfern will er die
Demonstranten in die Knie zwingen. Der Ministerpräsident setzt auf
brachiale Polizeigewalt, um wieder für "Ruhe und Ordnung" zu sorgen.
Das "Ende der Toleranz" sei erreicht, verkündete Erdogan und wies
damit die künftige Richtung auf. Mit Macht, und inzwischen auch mit
Molotowcocktails, verlangen die Demonstranten unterdessen weiterhin
lautstark ein Mehr an Toleranz in der türkischen Gesellschaft. Es
sind vor allem junge Leute aus den großen Städten, die sich der
zunehmenden Islamisierung des Landes entgegenstemmen. Ihr Ziel ist
die Ablösung der Regierung Erdogan. Doch dies wird kaum gelingen.
Erdogan und seine AKP sitzen viel zu fest im Sattel, als dass sie die
Protestbewegung hinwegfegen könnte. Vergleiche mit dem Arabischen
Frühling in Libyen oder in Ägypten sind fehl am Platze. Der starke
Mann in Ankara ist immerhin aus demokratischen Wahlen hervorgegangen.
Auf dem "flachen Land" fliegen der Regierungspartei AKP weiterhin die
Herzen und die Stimmen zu. Die Börse hat bereits nervös auf die
Proteste reagiert, die negative Auswirkungen auf ausländische
Investitionen haben könnten. Bislang boomt die türkische Wirtschaft,
nicht zuletzt wegen der guten Beziehungen zum Westen. Der Weg in eine
Islamische Republik führt in eine Sackgasse - darüber muss sich
Erdogan im Klaren sein.
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Klaus Gaßner
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Datum: 11.06.2013 - 22:30 Uhr
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