Rheinische Post: Kartelle unter Kontrolle
(ots) - von Thomas Reisener
Das am Wochenende bekannt gewordene Kartoffel-Kartell gibt dem
allgemeinen Verdacht neue Nahrung: Schon wieder haben deutsche
Produzenten mit geheimen Absprachen ihre Preise manipuliert. Sind wir
inzwischen zur Kartell-Republik Deutschland verkommen? Gerade erst
wurden die deutschen Bierbrauer wegen eines Kartellverdachts
durchsucht. Kartellstrafen kassiert haben zuletzt deutsche
Produzenten von Zucker, Zement, Waschmittel, Schokolade, Aufzügen und
Bahnschienen. Gegen den Serientäter ThyssenKrupp wird jetzt auch noch
wegen eines Verdachts auf ein Autostahl-Kartell ermittelt. Trotz der
langen Liste gibt es keine zuverlässigen Hinweise darauf, dass
Deutschland für Kartelle anfälliger ist als das Ausland.
Wahrscheinlich ist es sogar umgekehrt: Offenbar funktioniert die
Kontrolle hier einfach nur besser. Vor allem die Kronzeugenregelung,
die freiwillig geständigen Kartellbrüdern seit dem Jahr 2000 mildere
Strafen verspricht, hat sich bewährt. Seither ist die Zahl der
aufgeklärten Kartelle in Deutschland deutlich gestiegen.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 12.05.2013 - 19:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 869789
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:
Düsseldorf
Telefon:
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Anmerkungen:
Dieser Fachartikel wurde bisher 143 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Rheinische Post: Kartelle unter Kontrolle"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




