Mitteldeutsche Zeitung: zu Medikamententests in der DDR
(ots) - Die westlichen Konzerne fanden in der DDR eine
"günstige Teststrecke", wie ein Beteiligter sich ausdrückte. Für
wenig Geld konnten sie forschen auf Teufel komm raus und unter
Bedingungen, die heute nur in Dritt-Welt- oder Schwellen-Ländern
existieren. Die Verantwortlichen in Ost-Berlin machten mit, um dem
maroden Gesundheitswesen auf die Beine zu helfen - wohl wissend, dass
sich ein System zur angeblichen Humanisierung der Lebensverhältnisse
selbst ad absurdum führt, wenn es die eigene Bevölkerung zu
Versuchskaninchen degradiert. Es war ein Geschäft zulasten Dritter,
nämlich der Kranken, Todesgefahr inklusive. Die moralische Schuld ist
in Ost wie West recht gleich verteilt.
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Datum: 12.05.2013 - 18:42 Uhr
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