InternetIntelligenz 2.0 - Millionen-Einnahmen aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln: Allianz bleibt Spitzenreiter beim Gesch

InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Millionen-Einnahmen aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln: Allianz bleibt Spitzenreiter beim Geschäft mit dem Hunger

ID: 867710

Millionen-Einnahmen aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln: Allianz bleibt Spitzenreiter beim Geschäft mit dem Hunger

(pressrelations) -
Oxfam Deutschland veröffentlicht heute anlässlich der Hauptversammlung der Allianz in München den Bericht "Hungerroulette". In der Kurzstudie hat Oxfam berechnet, dass deutsche Finanzinstitute allein durch die Verwaltung von Nahrungsmittel-Spekulationsfonds 2012 mindestens 116 Millionen Euro eingenommen haben. Spitzenreiter ist die Allianz mit mehr als 62 Millionen. Insgesamt legten Kunden deutscher Geldhäuser über 11,6 Milliarden in riskanten Wetten auf die Preise von Agrarrohstoffen wie Mais und Weizen an. Oxfam protestiert heute auf der Allianz-Hauptversammlung gegen diese Anlagen, weil sie das weltweite Hungerrisiko verstärken. Gemeinsam mit den Kritischen Aktionären hat die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation einen Antrag auf Nicht-Entlastung des Allianz-Vorstands eingereicht.

Außerdem haben zehn Oxfam-Aktivist/innen vor der Olympiahalle ein großes Roulette (drei x zwei Meter) aufgebaut. Über dem Roulette prangt der Schriftzug "Casino Allianz". Ein Allianz-Büroturm, enttarnt als "Spekullianz", hält das Mais- und Weizen-Roulette am Laufen. Er wettet immer wieder auf die Preise und treibt so die Spekulation mit Nahrungsmitteln an.

"Nahrungsmittelspekulation erhöht die Gefahr von Preisschwankungen und Hunger", sagt Oxfams Experte und Autor des Berichts David Hachfeld. "Menschen in armen Ländern können sich Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten, wenn die Preise explodieren." Den Zusammenhang von Nahrungsmittelspekulation und Hunger zeigen viele wissenschaftliche Studien. Einige Banken, wie die Commerzbank, die Landesbank Baden-Württemberg und die Deka, haben deshalb vorsorglich Agrarrohstoffe aus ihren Fonds gestrichen. "Doch die Allianz und die Deutsche Bank übernehmen nach wie vor keine Verantwortung für ihre Geschäfte mit dem Hunger. Letztere hat sogar ihre Zusage gebrochen, die Auflage neuer Fonds so lange auszusetzen, bis sie eine Untersuchung zum Hungerrisiko durchgeführt hat", sagt Hachfeld. Laut Oxfams Recherche gründete die Deutsche Bank im letzten Jahr fünf neue Fonds und nahm insgesamt mehr als 40 Millionen Euro allein aus der Verwaltung ihrer Agrarrohstofffonds ein.





"Die Spekulationsgeschäfte mit Nahrungsmitteln sollten unverzüglich beendet werden", so Hachfeld. Auf der Allianz-Hauptversammlung 2012 hatte Oxfam zum ersten Mal das Finanzgebaren der Allianz angeprangert und eine europaweite Debatte ausgelöst.

Die Studie gibt es hier: www.oxfam.de/publikationen/hungerroulette
Weitere Informationen unter: www.oxfam.de/gegenspekulation und www.oxfam.de/allianz

Bildunterschrift:
Hungerroulette: Oxfam protestiert gegen das riskante Wetten deutscher Finanzinstitute auf die Preise von Agrarrohstoffen wie Mais und Weizen. Dieses Roulette-Spiel verstärkt das weltweite Hungerrisiko. © argum/Oxfam Deutschland


Oxfam Deutschland e.V.
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin

Telefon: +49-30-453069-0
Telefax: +49-30-453069-401

Mail: info(at)oxfam.de
URL: http://www.oxfam.de/

Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:

Oxfam Deutschland e.V.
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin

Telefon: +49-30-453069-0
Telefax: +49-30-453069-401

Mail: info(at)oxfam.de
URL: http://www.oxfam.de/



drucken  als PDF  an Freund senden  Ohne größere Investitionen: Ingenics weist den Weg zur effizienten Verwaltung Förderung gehört in den Bundeshaushalt
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 07.05.2013 - 17:21 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 867710
Anzahl Zeichen: 0

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Dieser Fachartikel wurde bisher 112 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Millionen-Einnahmen aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln: Allianz bleibt Spitzenreiter beim Geschäft mit dem Hunger"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Oxfam Deutschland e.V. (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von Oxfam Deutschland e.V.



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.290
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 61


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.