Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Giftgas in Syrien
(ots) - Barack Obamas »rote Linie« ist überschritten:
Und jetzt? Mit dem Nachweis geringer Mengen Nervengifts, gefunden
irgendwo auf dem unübersichtlichen Bürgerkriegsschauplatz Syrien,
steht der US-Präsident unter Zugzwang. Er selbst hatte diese
Eskalationsstufe zum zwangsläufigen Ausgangspunkt für mehr erklärt.
Aber zu was? Zur Durchsetzung einer Flugverbotszone, die direkt in
eine militärische Intervention führt? Genau diesen Eindruck erweckte
der Präsident - bis jetzt. Dabei wird es einen Fall Kuwait (1991)
beziehungsweise Irak (2003) nicht geben. Das relativ lange Zögern,
Funde zu bestätigen, obwohl Israel schon seit Wochen von Beweisen für
den Giftgaseinsatz spricht, zeigt: Der Wind dreht sich. Aus
Entschlossenheit wird Zurückhaltung. Letztlich ist das auch gut so.
Nicht nur weil die USA kriegsmüde sind und der Land per Fracking
unabhängig vom Golföl wird, dürfte es bei Obamas leerer Drohung
bleiben. Die Niederlagen am Hindukusch und am Tigris raten ebenso zur
Vorsicht wie die Erfahrungen aus dem in vielen Ländern tragisch
gescheiterten arabischen Frühling.
Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 26.04.2013 - 20:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 861855
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:
Bielefeld
Telefon:
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Anmerkungen:
Dieser Fachartikel wurde bisher 109 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Giftgas in Syrien"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalen-Blatt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




