Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Frauenquote
(ots) - Der Kompromiss zur Frauenquote erinnert an das
Vorgehen der Union bei der Mütterrente. Sie schiebt eine klare
Entscheidung auf die lange Bank. Eine gesetzliche Frauenquote ins
Wahlprogramm zu schreiben, ist etwas anderes, als ein Gesetz zu
schaffen. Das Vorgehen ist nur eine Beruhigungspille für Kritiker.
Grundsätzlich gilt: Entweder man ist für eine Frauenquote oder
dagegen. Ein Dazwischen gibt es nicht. Doch die Union hat sich
entschieden, sich nicht zu entscheiden. Schon die Flexi-Quote -
freiwillig von Firmen festgelegt - war ein Jein. Wenn sich die
Unionsspitze nun für eine 30-Prozent-Frauenquote ausspricht, muss sie
sich vorwerfen lassen, einmal mehr einen radikalen Kurswechsel
vollzogen zu haben. Dann könnte sie auch dem Oppositionsvorschlag
zustimmen - von 2018 an 20 Prozent und von 2023 an 40 Prozent vor.
Warum also nicht gleich jetzt loslegen, wenn man 2020 ohnehin dafür
ist? Die politische Debatte lenkt jedoch vom größten Manko ab. Eine
Quote in Aufsichtsräten nutzt wenig. Konsequent wäre es, auch die
mittlere und untere Führungsebene einzubeziehen. Nur so verändert
sich etwas.
Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 15.04.2013 - 20:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 853526
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:
Bielefeld
Telefon:
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Anmerkungen:
Dieser Fachartikel wurde bisher 95 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Frauenquote"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalen-Blatt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




