Mitteldeutsche Zeitung: zu Ermittlung gegen NS-Täter
(ots) - Der Politologe Joachim Perels sah zwischen Hitlers
"Drittem Reich" und der jungen Bundesrepublik eine furchtbare
Kontinuität. Tausende belastete Richter und Staatsanwälte, die in
der Nazi-Zeit Menschen in den Tod geschickt hatten, wurden damals
in den Staatsdienst übernommen. Die Folge: Zwischen 1952 und 1957 kam
die Verfolgung von NS-Verbrechen fast zum Erliegen. Bis 1998 dann gab
es in Deutschland 106 000 Ermittlungsverfahren wegen NS-Verbrechen
und Urteile in 6 494 Fällen. Wer stöhnt, ob dies nicht genug sei,
dem sei gesagt: Nein, ist es nicht.
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Datum: 07.04.2013 - 19:10 Uhr
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