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Westdeutsche Zeitung: Der Plan B ist nicht die beste Lösung für Zypern =
von Anja Clemens-Smicek

ID: 839784

(ots) - Plan B - schon das Wort zeigt, dass hier sicher
nicht die beste Lösung für die zyprische Schuldenkrise gefunden
worden ist. Tatsächlich muss man kein Ökonom sein, um zu ahnen, dass
ein Solidaritätsfonds, der mit Geld aus Rentenkassen und Kirche
ausgestattet ist, höchstens für die Ablage P (Papierkorb) taugt.
Zyperns Kleinsparer dürften danach zwar ihre Bankeinlagen behalten.
Dafür wäre aber ihre Rente gefährdet. Zudem erhöht ein Fonds, der
Staatsanleihen ausgibt, letztlich nur den Schuldenstand des Landes.
Ein Rettungspaket sieht anders aus. Aber was ist die Alternative? Der
Austritt Zyperns aus der Eurozone? In allerletzter Konsequenz: Ja.
Die Mittelmeerinsel bekommt die Quittung für ihre hemmungslose
Zockerei mit einem überdimensionierten Bankensystem. Andere
EU-Staaten konnten nur zusehen, wie Zypern mit niedrigen Steuern,
laschen Kontrollen und lukrativen Geldgeschäften ausländische
Investoren ins Land lockte. Warum sollen Europas Steuerzahler dafür
aufkommen, dass diese schöne Blase nun geplatzt ist? Sicher: Ein
Staatsbankrott auch eines Mini-Staates wie Zypern ist nicht
vergleichbar mit dem sprichwörtlichen Sack Reis, der irgendwo in
China umfällt. Die Währungsunion ist eine Schicksalsgemeinschaft,
deshalb käme ein Austritt Zyperns alle Mitglieder womöglich teuer zu
stehen. Spanier, Italiener und Griechen fühlten sich berufen, ihr
Erspartes zu retten: Die Folge: der Kollaps der Bankensysteme. Würden
die Krisenländer zu ihren alten Währungen zurückkehren, wären
deutsche Anlagen in diesen Ländern weniger wert. Es gäbe noch mehr
triftige Argumente für eine Rettung. Dennoch müssen die Fragen
erlaubt sein, wie viele Rettungsschirme sich die Eurozone noch
leisten kann und wann sie endlich Lehren daraus zieht, dass
Mitglieder pausenlos gegen Verträge und Stabilitätskriterien
verstoßen, ohne Sanktionen fürchten zu müssen? Ein Hilfspaket zum




Nulltarif wäre fatal. Andere Schuldenstaaten würden ihre
Sparbemühungen zurückfahren. Und es würde die Europaverdrossenheit
nicht zuletzt in Deutschland befördern. Wenn der Steuerzahler immer
der Dumme ist, verlieren die Menschen irgendwann das Vertrauen in den
Euro und in das Krisenmanagement der Politik.



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Westdeutsche Zeitung
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Telefon: 0211/ 8382-2370
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Datum: 21.03.2013 - 19:39 Uhr
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