InternetIntelligenz 2.0 - Arzneimittelmarkt: Herstellerabschlag ohne sinnvollen Grund

InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Arzneimittelmarkt: Herstellerabschlag ohne sinnvollen Grund

ID: 806851

Arzneimittelmarkt: Herstellerabschlag ohne sinnvollen Grund

(pressrelations) -
Seit Sommer 2010 müssen die Hersteller innovativer Arzneimittel den gesetzlichen Krankenkassen einen erhöhten Rabatt auf ihre Produkte gewähren. Das soll so bleiben, hat das Bundesgesundheitsministerium nun beschlossen. Logische Gründe dafür nennt das Ministerium nicht.

Mit der Einführung des Preismoratoriums und des erhöhten Herstellerrabatts auf patentgeschützte Arzneimittel wollte der Gesetzgeber die steigenden Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bremsen. Ausdrücklich sieht der Gesetzgeber dabei eine jährliche Überprüfung der Maßnahmen vor - mit Blick auf die Lage der Krankenversicherungen und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

Diese Überprüfung ist sinnvoll: Das Gesundheitsministerium rechnete bei Einführung des erhöhten Abschlags für das Jahr 2011 mit einem Defizit der GKV von bis zu 11 Milliarden Euro. Mittlerweile verzeichnen Gesundheitsfonds und Krankenkassen hingegen einen Milliarden-Überschuss. Auch die Aussichten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind positiv.

Zudem begründet das Ministerium die Aufrechterhaltung des Rabatts unter anderem mit Umsatzzuwächsen der Pharmaindustrie. Doch das ist bar jeder Logik. Denn wenn das Ministerium nicht akzeptiert, dass Unternehmen Gewinn erwirtschaften wollen, ist das aus zwei Gründen fatal: Erstens widerspricht es dem Verständnis eines marktwirtschaftlichen Systems. Zweitens muss das Argument dann für alle Bereiche der Gesundheitswirtschaft gelten - mit allen negativen Konsequenzen, die das für die Versorgung der Patienten haben kann: Vorenthaltene Gewinne können dazu führen, dass Unternehmen weniger investieren und forschen. Mittel- bis langfristig gibt es dann beispielsweise weniger neue oder verbesserte medizintechnische Geräte und Arzneimittel.


Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln)
Gustav-Heinemann-Ufer 84-88
50968 Köln

Telefon: (02 21) 49 81-510
Telefax: +49 221 4981 533





Mail: welcome(at)iwkoeln.de
URL: http://www.iwkoeln.de/

Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:

Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln)
Gustav-Heinemann-Ufer 84-88
50968 Köln

Telefon: (02 21) 49 81-510
Telefax: +49 221 4981 533

Mail: welcome(at)iwkoeln.de
URL: http://www.iwkoeln.de/



drucken  als PDF  an Freund senden  Rundfunkbeitrags-Zahlungen: Stadt Köln und WDR in guten Gesprächen Helaba spendet 50.000 Euro an Hilfsorganisationen in Hessen
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 31.01.2013 - 15:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 806851
Anzahl Zeichen: 0

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Dieser Fachartikel wurde bisher 138 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Arzneimittelmarkt: Herstellerabschlag ohne sinnvollen Grund"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln)



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.290
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 122


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.