Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR
Minijobs
Farbe bekennen
BERNHARD HÄNEL
(ots) - Die Strategie der Niedrig-löhne und der Minijobs
ist weder sozial noch zielführend; nicht für die materielle Sicherung
der Menschen und schon gar nicht für die Gleichstellung. Niedriglöhne
und Minijobs setzen voraus, dass es im Haushalt einen
Familienernährer gibt und eine Zuverdienerin. Inzwischen gibt es aber
7,5 Millionen Minijobber in Deutschland, zwei Drittel davon sind
Frauen. Und das in Zeiten, da das klassische Rollenmodell längst
überholt ist. Nicht nur gut oder höchstqualifizierte Frauen, ob
verheiratet oder alleinerziehend, werden in Minijobs gedrängt, aus
denen immer weniger den Weg in den ersten Arbeitsmarkt finden. Selbst
Bundesfamilienministerin Schröder, bislang nicht ausgewiesen als
Vorkämpferin für die Gleichstellung von Frauen, hat dies erkannt.
Doch zum Farbebekennen reicht es noch nicht. Die Gleichstellung auf
dem Arbeitsmarkt konsequent anzugehen bedeutete die Einführung von
existenzsichernden Löhnen. Denn als Instrument zum Drücken der
Personalkosten waren Minijobs nie gedacht. Allerdings muss nicht
jeder Minijob abgeschafft werden. Für Studierende etwa ist ein Zubrot
willkommen.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten(at)neue-westfaelische.de
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 03.01.2013 - 19:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 790734
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:
Bielefeld
Telefon:
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Anmerkungen:
Dieser Fachartikel wurde bisher 114 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR
Minijobs
Farbe bekennen
BERNHARD HÄNEL"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




