InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

NRZ: NRW-Justizminister Kutschaty will Straftäter mit Führerscheinentzug, Verpflichtung zu sozialer Arbeit oder Vermögenseinzug bestrafen

ID: 734621

(ots) - Im NRW-Justizministerium gibt es Überlegungen, den
Sanktionskatalog im Strafrecht deutlich auszuweiten, um passgenaue
Bestrafungen zu ermöglichen - etwa den Entzug der Fahrerlaubnis, die
Verpflichtung zu sozialer Arbeit oder die Einziehung von Vermögen.
Denn: Geld- und Haftstrafen allein reichen nach Ansicht des
Ministeriums nicht aus, um Straftäter wirkungsvoll abzuschrecken.
"Wir prüfen derzeit intensiv, ob das Sanktionsrecht noch ausreichend
ist. Wir brauchen ein Strafrecht, mit dem wir den einzelnen
Straftäter effektiv bestrafen können. Insofern will ich eine
Diskussion ohne Denkverbote. Die Vermögensstrafe, Fahrverbote oder
gemeinnützige Arbeit sind dabei nur ein Teil der in Betracht
kommenden Sanktionen", sagte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty
(SPD)der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ, Mittwochausgabe). Ein
reicher Steuerhinterzieher, so die Überlegung, wird von einer auch
saftigen Geldstrafe kaum beeindruckt sein - umso mehr aber durch den
langjährigen Entzug des Führerscheins. Zugleich könnte durch eine
Ausweitung des Sanktionskatalogs die Zahl derjenigen Menschen gesenkt
werden, die in nordrhein-westfälischen Gefängnissen sitzen, weil sie
Geldbußen nicht bezahlen können. Zurzeit kosten diese Gefangenen den
Steuerzahler weit mehr als 100.000 Euro pro Tag. Sie könnten künftig
besser zu gemeinnütziger Arbeit herangezogen werden, so ein Sprecher
des Justizministeriums. Eine so weitreichende Änderung des
Strafrechts kann nur auf Bundesebene geschehen. Eine entsprechende
Bundesratsinitiative sei aber noch nicht konkret geplant, hieß es aus
dem Ministerium.



Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion

Telefon: 0201/8042616



Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Bundesrechnungshof rügt intransparente Preise bei KfW-Bank CSU fordert Vetorecht der Bundesbank beim Aufkauf von Staatsanleihen
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 03.10.2012 - 04:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 734621
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Essen


Telefon:

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 194 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"NRZ: NRW-Justizminister Kutschaty will Straftäter mit Führerscheinentzug, Verpflichtung zu sozialer Arbeit oder Vermögenseinzug bestrafen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.290
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 66


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.