InternetIntelligenz 2.0 - Minister Schneider: Armutsrisiko wächst

InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Minister Schneider: Armutsrisiko wächst

ID: 714291

Minister Schneider: Armutsrisiko wächst

(pressrelations) -
Junge Menschen besonders von Armut bedroht

Sozialbericht NRW 2012 vorgestellt

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Mit dem Sozialbericht NRW 2012 hat Sozialminister Guntram Schneider in Düsseldorf neueste Zahlen zur Armuts- und Reichtumsverteilung in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. "Die soziale Schere in unserem Land geht immer weiter auseinander, obwohl wir ein positives Wirtschaftswachstum haben", betonte der Minister. Immer mehr Menschen gelten als einkommensarm. Neuester Trend, so Schneider: "Mittlerweile sind immer mehr junge Erwachsene betroffen, die prekär beschäftigt sind."

Nach dem Bericht waren im Jahr 2011 rund 2,8 Millionen Menschen in NRW einkommensarm, unter ihnen 643.000 Jugendliche. Ein Jahr zuvor waren es rund 200.000 Menschen weniger. "Der Anstieg dieser sogenannten Armutsrisikoquote von 14,7 auf 15,8 Prozent liegt zwar im westdeutschen Trend, zeigt aber, dass immer mehr Menschen in unserem Land von der wirtschaftlichen Entwicklung abgehängt werden und von Armut bedroht sind", sagte Schneider. Als einkommensarm gelten Personen, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung beträgt. Dieses lag 2011 bei 1.395 Euro; demnach gelten Personen in Einpersonenhaushalten als einkommensarm oder armutsgefährdet, wenn ihr Einkommen unter 833 Euro beträgt.

Ein weiteres Alarmzeichen ist für Minister Schneider der Anstieg der Niedriglohnquote. Diese lag in NRW Ende 2010 bei 20,4 Prozent, das heißt, jeder Fünfte arbeitete im Niedriglohnbereich. Ende 2000 lag die Quote noch bei 16,3 Prozent und ist damit innerhalb von zehn Jahren um mehr als vier Prozentpunkte gestiegen. "Dass besonders die jungen Menschen von Armut bedroht sind, zeigt sich auch daran, dass 2010 mehr als die Hälfte der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten unter 25 Jahren im Niedriglohnbereich arbeitete", sagte der Minister.





Bezogen auf die aktuelle Rentendebatte sagte Schneider: "Wer Altersarmut bekämpfen will, darf nicht erst am Ende der Erwerbsbiografie ansetzen, wie Frau von der Leyen. Wer Altersarmut bekämpfen will, muss bei den ganz Jungen beginnen: Bei der Schule, die wir in NRW fit machen für eine klare Berufsorientierung, bei den Löhnen und Arbeitsbedingungen der jungen Menschen." Ein gesetzlicher Mindestlohn müsse her, prekärer Beschäftigung wie Leiharbeit und Werkverträgen müsse ein deutlicher Riegel vorgeschoben werden, so der Minister. "Um die Handlungsfähigkeit des Staates zu erhöhen, brauchen wir eine klare Umverteilungspolitik: eine angemessene Vermögens- und Erbschaftssteuer und eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes, wenn wir die Armut in Deutschland ernsthaft bekämpfen wollen. Da muss der Bund jetzt ran", sagte Schneider.

Der Sozialbericht NRW erscheint alle fünf Jahre. Der aktuelle Bericht umfasst mehr als 400 Seiten und steht im Internet zum Download zur Verfügung: www.mais.nrw.de


Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS NRW)
Fürstenwall 25
40219 Düsseldorf
Deutschland

Telefon: (02 11) 855 - 5
Telefax: (02 11) 855 - 3127

Mail: info(at)mags.nrw.de
URL: http://www.mags.nrw.de

Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  In welchem Bundesland würden Sie gerne wohnen? ZTE und die  Mainzer Vitec Distributions haben einen General- Distributionsvertrag unterzeichnet
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 05.09.2012 - 10:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 714291
Anzahl Zeichen: 0

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Dieser Fachartikel wurde bisher 98 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Minister Schneider: Armutsrisiko wächst"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

(Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

8 hilfreiche Tools für Menschen, die gerne lesen ...

Für Menschen, die gerne lesen, gibt es kaum etwas Schöneres, als in ein gutes Buch einzutauchen. Stunden können ruhig vergehen, während man einer fesselnden Geschichte folgt, neue Ideen entdeckt oder etwas völlig Unerwartetes lernt. Ob gedruckte ...

Alle Meldungen von



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.295
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 120


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.